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Biermann, G. (1959). Bleckmann, K. H.: Der Schlaf des Kindes. Göttingen (Verlag für medizinische Psychologie) 1957. 213 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 12(12):941.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(12):941

Bleckmann, K. H.: Der Schlaf des Kindes. Göttingen (Verlag für medizinische Psychologie) 1957. 213 Seiten.

Review by:
G. Biermann

Schlaf-, insbesondere Einschlafstörungen gehören zu den häufigsten neurotischen Manifestationen im Kindesalter. Verfasser, Kinderkliniker und langjähriger Leiter einer großstädtischen Erziehungsberatung, hat sich der dankens-werten Mühe unterzogen, in einer Monographie über die Biologie, Psychologie, Pathologie und Therapie des kindlichen Schlafes die Fülle in der Literatur verstreuter Arbeiten über dieses Gebiet zusammenzutragen. Der weit gefaßte Rahmen der Untersuchung reicht von den Arbeiten Czernys, sowie Feipers Monographie über die frühkindliche Hirntätigkeit bis zu den Forschungen L. R. Müllers, R. Hess' und der Pawlowschen Schule. Mit Gleichrang wird vom Verfasser ausführlich zu tiefenpsychologischen Gesichtspunkten Stellung genommen, deren Beachtung gerade bei diesem Thema unerläßlich erscheint. So ist auch in der Behandlung von Schlafstörungen neben medikamentösen Maßnahmen die Psychotherapie als ein zumindestens gleichwertiges, wenn nicht primär erforderliches Bemühen anzusehen, wobei sich eine Fülle möglicher Maßnahmen, von der kleinen Psychotherapie (des autogenen Trainings und anderer Suggestivmethoden) bis zur echten analytischen Auseinandersetzung mit dem neurotisch gesörten Kind erstreckt.

Die Reichhaltigkeit des in Abgrenzung der Differential-Diagnostik zusammen-getragenen Materials, die auch zahlreiche andere neurotische Störungen wie z. B. die Enuresis, den frühkindlichen Autismus, die Onanie u. a. m. ausführlich abhandelt und somit fast eine eigene Neurosenlehre des Kindes bein-haltet, mag zeitweise die Übersichtlichkeit des zugrunde liegenden Problemes stören. Es wird aber andererseits dadurch die zentrale Stellung betont, welche Schlaf- und Einschlafstörungen als neurotische Abwehrmechanismen des Kindes einnehmen.

Die Monographie des Verfassers verdient besondere Aufmerksamkeit, weil sie eine der ersten größeren Arbeiten aus pädiatrischen Kreisen darstellt, welche Erfahrungen einer unter tiefenpsychologischen Aspekten geleiteten Kinderbeobachtungsstation und Erzie-hungsberatungsstelle an einer deutschen Kinderklinik auswertet.

G.

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