Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To quickly go to the Table of Volumes from any article…

PEP-Web Tip of the Day

To quickly go to the Table of Volumes from any article, click on the banner for the journal at the top of the article.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Krausser, P. (1959). VERSCHIEDENES: Marti, Hans: Urbild und Verfassung. Eine Studie zum hintergründigen Gehalt einer Verfassung. Bern und Stuttgart (Hans Huber) 1958. 147 Seiten, 16,50 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 12(12):942-944.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(12):942-944

VERSCHIEDENES: Marti, Hans: Urbild und Verfassung. Eine Studie zum hintergründigen Gehalt einer Verfassung. Bern und Stuttgart (Hans Huber) 1958. 147 Seiten, 16,50 DM.

Review by:
P. Krausser

Das Aufdecken von Hintergründen scheint eine Manie unserer Zeit zu sein. Liest man in einem Titel von „Hintergründigem“, so assoziiert man schon die stereotypen Schlagzeilen der Boulevard-und Revolverblätter. Deshalb muß hier sogleich kritisch (aber zur Ehre des Buches!) gesagt werden, daß der Verlag mit dem Untertitel vielleicht nicht gerade gut beraten war. Die Leser, die sich von dem Untertitel angesprochen fühlen, werden von der Sachlichkeit und dem guten Niveau der Darstellung wohl meist enttäuscht sein; die aber, für die das Buch von Interesse ist, könnten auf Grund der genannten unangenehmen Assoziationen daran vorbeigehen. Das wäre schade.

Freilich reizt das merkwürdige Unternehmen dieser Arbeit zu schlagwort-artigen Untertiteln. Es könnte einem z. B. auch dieser einfallen: „Beitrag zur Psychoanalyse einer Verfassung“. Auch er wäre jedoch in doppelter Hinsicht nicht recht passend: eine Verfassung hat keine Psyche und eine Verfassung lebt nicht (im Sinne eines konkreten Individuums), d. h. sie reagiert nicht auf die Analyse und die Deutung des „Arztes“ und gibt ihm daher keine dieser sonst vielleicht wichtigsten Kriterien für die Beurteilung der Richtigkeit oder Unrichtigkeit seiner Deutung! Diese beiden Unterschiede kann man natürlich auch als Einwände gegen das ganze Unternehmen hinzustellen versuchen. Auf den ersten könnte dann der Verfasser — wie er es auch tut — antworten, daß eine Verfassung zwar keine Psyche habe, wohl aber die Menschen, von denen sie gemacht wurde.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.