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Lincke, H. (1959). Klimowsky, Ernst Werner: Geschlecht und Geschichte. Sexualität in ihrer Beziehung zu Kultur und Kunst. Trogen und Wien (Verlag Arthur Niggli und Willy Verkauf) 1956, 208 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 12(12):944-945.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(12):944-945

Klimowsky, Ernst Werner: Geschlecht und Geschichte. Sexualität in ihrer Beziehung zu Kultur und Kunst. Trogen und Wien (Verlag Arthur Niggli und Willy Verkauf) 1956, 208 Seiten.

Review by:
H. Lincke

In der romanischen Epoche war der Mann — meint Klimowsky — noch „ganz Mann“. Später aber wurden mehr und mehr weibliche Züge bei ihm manifest und in der Renaissance bestand bereits ein gewisses Gleichgewicht zwischen seinen männlichen und weiblichen Zügen. Schließlich begannen die weiblichen Komponenten bei ihm zu überwiegen, was zu einer Störung der eigengeschlechtlichen Entwicklung und damit zu einer Zunahme der infantilen Fixierungen führte. Bei der Frau verlief die Entwicklung in der entgegengesetzten Richtung: sie wurde immer „männlicher“. Dieser Prozeß spiegelt sich in der betreffenden Zeitspanne nach Klimowsky an sämtlichen geschichtlichen Ereignissen, von der Mode bis zur Staatsführung, Kunst und Philosophie. „Wir können“, schreibt er, „zwar heute nicht wissen, und vielleicht werden wir es nie können, ob diese jeweiligen ‚Sexualtypen‘ des Mannes und der Frau, wie ich sie genannt habe, die letzten oder wesentlichen Ursachen aller jener geschichtlichen Erscheinungen sind. Aber eine solche Rückführung auf letzte Ursachen kann auch keine andere Geschichtsbetrachtung ernsthaft für sich in Anspruch nehmen.“

Der Autor versucht also, „Geschichte systematisch vom Gesichtspunkt der differentiellen Sexuologie aus zu betrachten“, und er glaubt mit dieser neuen Methode „eine Antwort auf die Frage nach den Ursachen geschichtlicher Wandlungen“ gefunden zu haben.

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