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Eicke, M. (1959). Maitz, P.: La relation d'object allergique. (Revue Fran̤aise de Psychanalyse, XXII [1958], 5.). Psyche РZ Psychoanal., 12(12):949-950.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(12):949-950

Maitz, P.: La relation d'object allergique. (Revue Française de Psychanalyse, XXII [1958], 5.)

Review by:
M. Eicke

Der Autor beschreibt an Hand kasuistischer Beispiele die seiner Ansicht nach für Allergiker spezifische Objektbeziehung, aus deren Vorhandensein sich selbst bei aktueller Symptomfreiheit und ohne Kenntnis der Anamnese eine absolut zuverlässige Diagnose einer Allergie stellen lasse.

Das für den Allergiker charakteristische unaufhörliche Streben nach Annäherung an ein wie auch immer geartetes Objekt bis zur völligen Verschmelzung mit diesem zerfalle in zwei aktiv vollzogene Schritte: als erstes nehme er das Objekt in Beschlag, als zweites richte er sich sozusagen in ihm ein, durchdringe es sukzessive bis zur Verwischung aller Unterschiede. Dieser letzte Schritt setzt nach Auffassung des Autors voraus, daß sich die Eigenschaften des Objekts nicht zu stark von den Idealbildungen des Patienten entfernen, welche ihrerseits das Resultat neurotischer Fixierungen sind. Der Allergiker besitzt dem Objekt gegenüber keine Wahlfreiheit und keine Möglichkeit zur Distanz, sein Selbstwert beruht für ihn ausschließlich auf dem Wert seiner Objekte. Wird die Identifizierungsfähigkeit des Allergikers überfordert, indem sein Objekt nicht assimilierbare neue Eigenschaften hervorkehrt oder treten Unstimmigkeiten zwischen zwei gleichstark besetzten Objekten auf, so kommt es zu einer sofortigen Regression, welche u.a. durch eine allergische Symptomatik als Ersatz für die verlorene Objektbeziehung aufgehalten werden kann.

Diese humorale Abwehr beruht nach der Hypothese des Autors auf einer pränatalen humoralen Fixierung des Allergikers, welche auf Grund intrauteriner Stoffwechselunstimmigkeiten zwischen Mutter und Kind gebildet worden sei und eine spezifische Abwehr-reaktion gebahnt habe, die sich im späteren Leben bei jeder Identifikations-schwierigkeit aufs neue manifestiere. Der unmittelbare, keiner Psychotherapie zugängliche Wunsch nach Einswerdung mit dem Objekt sei ein Konstitutionsmerkmal des Allergikers und niemals das Resultat lebensgeschichtlicher Krisen; dies im Gegensatz zum neurotischen Überbau, dessen erfolgreiche Behandlung im übrigen genüge, um neue Identifikationsstörungen durch falsche Objektwahl und in deren Gefolge auftretende allergische Manifestationen zu verhindern.

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