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Grütter, E. (1959). Psychoanalytische Bemerkungen zur Jung'schen Heilmethode: Persönlichkeitsveiaäderung oder Individuation durch Inzestsublimierung. Psyche – Z Psychoanal., 13(9):536-553.
   

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(9):536-553

Psychoanalytische Bemerkungen zur Jung'schen Heilmethode: Persönlichkeitsveiaäderung oder Individuation durch Inzestsublimierung

Emil Grütter

Es ist heute vielfadi üblich geworden, therapeutisches Handeln auf seinen ethischen Gehalt hin zu prüfen und als Ausdruck einer menschlichen Gesinnung zu bewerten. Die analytische Technik wird dadurch dogmatisch mumifiziert und einer offenen Diskussion weitgehend entzogen.

So wird der psychoanalytischen Technik unterschoben, sie versuche sich vom Übertragungsgeschehen “soviel wie möglich zu distanzieren” und tendiere darauf, “die ärztliche Person möglichst außerhalb der Reichweite dieser Wirkung zu halten”. Dazu gehöre auch, “daß sich der Arzt hinter den Patienten setzt und ebenso, daß er sich den Anschein gibt, als ob die Übertragung ein Produkt seiner Technik sei…” Die Sitzordnung wird also zum direkten und einzig möglichen Ausdruck einer personalen Du-Beziehung gestempelt.

Ebenso könnten Couch-Gläubige dem Urbeber dieser Kritik die Aussage entgegenhalten, er persönlich sei jedesmal froh, “wenn die Übertragung milde verläuft und praktisch sich nicht bemerkbar macht.” Man sei dann “viel weniger persönlich in Anspruch genommen…” Daraus ergibt sich leicht der Vorwurf, Jung würde sich seinerseits den infantilen Projektionen entziehen und verstoße so gegen die Forderung des “engagement”.

Solche voreiligen Zuordnungen sind giftig, indem dem Gegner ziemlich unverhüllt Unmenschlichkeit, Kälte und Drückebergerei vorgeworfen werden.

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