Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To print an article…

PEP-Web Tip of the Day

To print an article, click on the small Printer Icon located at the top right corner of the page, or by pressing Ctrl + P. Remember, PEP-Web content is copyright.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Stierlin, H. (1959). Aus der Sicht Des Distanzierten Beobachters: Anmerkungen zu einer Neuerscheinung. Psyche – Z Psychoanal., 13(4):742-747.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(4):742-747

Aus der Sicht Des Distanzierten Beobachters: Anmerkungen zu einer Neuerscheinung

Helm Stierlin

“Die Psychiatrie als Wissenschaft befindet sich in einer Krise.” Mit diesen Worten beginnt das neuerschienene Buch von K. Conrad “Die beginnende Schizophrenie” (Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1958, 165 Seiten, 19,80 DM). Sowohl die Darstellung der Krise als auch der für ihre Überwindung vorgeschlagene Weg erscheinen so charakteristische für die gegenwärtige Situation der Psychiatrie in Deutschland, daß ich im folgenden etwas näher darauf eingehen möchte.

Conrads Buch gehört zur Reihe der phänomenologischen Studien am Schizophrenieproblem, die mit Jaspers begann und sich über Gruble, K. Schneider usw. bis zu Zutt und u. Baeyer. fortsetzte. Conrad hat besonders diese phänomenologische Forchung im Auge, wenn er von einer Krise spricht: Trotz einer immer subtileren Zerlegung und Aufspaltung der schizophrenen Symptome und insbesondere der Phänomene des Wahns in Wahnwahrnehmungen, -einfälle, -vorstellungen, -bewußtheiten usw. bleibe, so sieht es Conrad, die Schizophrenie etwas Unverständliches, ein Rätsel. Andererseits hat auch die hirnpathologische Forschung zu keinem greifbaren Ergebnis geführt. Gleichsam in der Umgehung dieses toten Gleises hat sich dann in der deutschsprachigen Psychiatrie die phänomenologische Analyse ausgebreitet, als deren bedeutendste Richtung die Daseinsanalyse gelten darf. Aber diese Forschungsrichtung, sich auf die Darstellung, ausgewählter Fälle beschränkend und weitgehend eine eigene, zum großen Teil der Heideggerschen Philosophie entlehnte Sprache benutzxend, scheint einen Anspruch einen Anspruch auf Wissenschaftlickkeit immer unhaltbarer zu machen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.