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Simenauer, E. (1960). Ekstein, Rudolf und Wallerstein, Robert: The Teaching and Learning of Psychotherapy. London (Imago Publ. Comp. Ltd.) 1958, 334 Seiten, 42 s.. Psyche – Z Psychoanal., 13(12):897-901.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(12):897-901

Ekstein, Rudolf und Wallerstein, Robert: The Teaching and Learning of Psychotherapy. London (Imago Publ. Comp. Ltd.) 1958, 334 Seiten, 42 s.

Review by:
E. Simenauer

Die Autoren bezeidinen ihre Arbeit als “echte Monographie über die Theorie und Technik des Kontroll-Prozesses — und besonders über das Erlernen und Lehren der Psychotherapie in der Kontrollstunde (supervision)” (Seite IX).

Das Buch wendet sich an die Lehrer der Psychotherapie (supervisors). Wir finden in ihm kein Lehrbuch der Psychotherapie, sondern einen Text darüber, wie man sie lehrt und wie man sie lernt (Seite XII). Obwohl die Autoren ihr Buch keineswegs als eine soziologische Abhandlung gewertet wissen möchten, müssen sie jedoch im IV. Kapitel (Seite 50) zugeben, daß es ihnen um die Einsicht in die soziale Struktur des klinischen Betriebes geht. Es muß aber gesagt werden, daß gegen die soziologische Betrachtungsweise, wie sie etwa von der einflußreichen Schule Talcott Parsons vertreten wird, kürzlich C. Wright Mills (Oxford, 1959), vorläufig noch eine Stimme in der Wildnis, schwerwiegende Bedenken erhoben hat. Das Buch ist entsprechend den Auffassungen und Methoden der modernen amerikanischen Soziologie aufgebaut. Die Probleme des Lehrens und des Erlernens der Psychotherapie werden im Rahmen ihres Denkmodells abgehandelt. Die Erkenntnisse der spezifischen phänomenologischen Bezüge, gegenseitigen Einwirkungen und Spannungen, die zu den bekannten Gesetzmäßigkeiten jedweder Gruppenbildungen geführt haben, werden in den Dienst der Erforschung der Verhältnisse und Bedingungen gestellt, die zwischen den vier Gliedern der Gruppe herrschen, welche die institutionelle Einrichtung eines psychotherapeutischen Lehrbetriebes ausmachen: Patient, Therapeut, Lehrer und Administrator (letzterer ist in seiner spezifisch amerikanischen Funktion und Struktur europäischen Vorstellungen fremd).

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