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von Uexküll, T. (1963). DISKUSSION. Psyche – Z Psychoanal., 16(10):631-649.

(1963). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(10):631-649

DISKUSSION

Thure von Uexküll

Prof. Dr. Thure v. Uexküll, Gießen:

Ich schlage vor, daß wir vor allem drei Punkte diskutieren, die mir nach den Referaten des Vormittages besonders dringlich erscheinen.

1.   Welche Kriterien gibt es, um zwischen bloßer Fettleibigkeit als Körpergewichtsvariante und Fettsucht als Krankheit zu unterscheiden?

2.   Ist jede Fettsucht auf übermäßige Nahrungszufuhr zurückzuführen, d. h., ist Fettsucht immer eine Hyperorexie?

3.   Welche Aufgaben hat der Psychotherapeut bei der Fettsuchtbehandlung, und welche psychologischen Probleme ergeben sich bei der Diät-Therapie der Fettsucht?

Vielleicht darf ich gleich zu dem ersten Punkt, Fettleibigkeit und Fettsucht, etwas sagen: Mir ist aufgefallen, daß Herr Pflanz in seinem Referat sagte, von den 1000 fetten Patienten, die wir in unserer Statistik der Gießener Poliklinik erfaßt haben, seien nur 2% wegen der Fettleibigkeit als Krankheit der Poliklinik überwiesen worden, während 98% fett waren, ohne daß dieses Faktum von ihrem Arzt oder von ihnen selbst als krankhaft aufgefaßt wurde. Daraus ergibt sich doch die Folgerung, daß es eine Fettleibigkeit gibt, die im Erleben der Patienten, ihrer Umgebung und auch der Ärzte nicht als Krankheit aufgefaßt wird. Vom Standpunkt des Internisten betrachtet ist natürlich jede Fettleibigkeit ein Krankheitsfaktor, denn wir wissen, daß Hypertonie, Arteriosklerose und andere Krankheiten durch Fettleibigkeit begünstigt werden und daß die Lebenserwartung der Fetten geringer ist als die der Schlanken.

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