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Tip: To review The Language of Psycho-Analysis…

PEP-Web Tip of the Day

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Rosenkötter, L. (1966). Bychowski, Gustav: Diktatoren. Beiträge zu einer psychoanalytischen Persönlichkeitsund Geschichtsdeutung. Vorwort: Alexander Mitscherlich. München (Szczesny-Verlag) 1965, 288 Seiten, 24,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 20(3):232-233.

(1966). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(3):232-233

Bychowski, Gustav: Diktatoren. Beiträge zu einer psychoanalytischen Persönlichkeitsund Geschichtsdeutung. Vorwort: Alexander Mitscherlich. München (Szczesny-Verlag) 1965, 288 Seiten, 24,— DM.

Review by:
L. Rosenkötter

Der Verfasser, früher Ordinarius für Psychiatrie in Warschau, heute Psychoanalytiker in New York, versucht mit diesem Buch eine Psychopathologie des Diktators zu beschreiben, wobei unter Diktatur nicht eine autoritäre Regierung im allgemeinen, sondern jene besondere geschichtliche Dynamik verstanden wird, in der ein Mann durch die faszinierte Hingabe eines großen Teils der Bevölkerung die Macht usurpieren und sich erhalten kann. In seinem Vorwort weist A. Mitscherlich auf die brennende Aktualität dieses Problems im Wandel der technischen Zivilisation hin.

An den Beispielen von Cäsar, Cromwell, Robespierre, Hitler und Stalin arbeitet der Autor gemeinsame Züge der zum Diktator prädestinierten Persönlichkeiten heraus, die für das politische Handeln dieser Männer wesentlich wurden. Hierzu gehören: ein sehr starker Sadismus; ein stark narzißtisch besetztes Ich-Ideal, welches ein besonderes Sendungsbewußtsein vermittelt und das Über-Ich beschwichtigen und korrumpieren kann; eine eigentümliche Ich-Konstitution, die eine verzerrte Realitätswahrnehmung mit Reduktion der Phänomene auf extreme Werte wie gut und schlecht, fromm und sündhaft, arteigen und fremd, fortschrittlich und reaktionär ermöglicht, wobei die Abwehrmechanismen der Projektion und Identifikation eine besondere Rolle spielen. Der sadistische Haß auf den wirklichen oder vermeintlichen Gegner, die narzißtische Selbstüberschätzung, die bis an das Wahnhafte gehende Umdeutung der Realität bilden ein Abwehrsystem gegen tiefe und frühe narzißtische Wunden, die der Persönlichkeit des künftigen Diktators ihre Spuren eingegraben haben und die ihn drängen, die Welt mit rücksichtslosem Fanatismus zum Schauplatz seiner inneren Konflikte zu machen.

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