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Künzler, E. (1966). von Ditfurth, Hoimar (Hrsg.): Aspekte der Angst. Starnberger Gespräche 1964. Stuttgart (Thieme) 1965, 129 Seiten, 16,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 20(4):316-317.

(1966). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(4):316-317

von Ditfurth, Hoimar (Hrsg.): Aspekte der Angst. Starnberger Gespräche 1964. Stuttgart (Thieme) 1965, 129 Seiten, 16,— DM.

Review by:
E. Künzler

Die vierte der internen Arbeitstagungen der Forschungsabteilungen der Firma Boehringer-Mannheim war „dem fundamentalen Phänomen der Angst gewidmet“. Der vorliegende Band vereinigt die Referate und die Diskussionen der Tagung. In Referaten kamen die Philosophie (W. Schulz: Das Problem der Angst in der neueren Philosophie), die Germanistik (R. Alewyn: Die Literarische Angst), die philosophische Anthropologie (H. Kunz: Zur Anthropologie der Angst), die Psychoanalyse (H. E. Richter: Zur Psychoanalyse der Angst), die Psychologie (R. Cohen: Versuche zur Quantifizierung der Angst) und die medizinische Anthropologie (R. Bilz: Der Subjektzentrismus im Erleben der Angst) zu Worte. In den Diskussionen waren als wichtige Ergänzungen die Soziologie mit J. Habermas und die Ethologie mit K. Lorenz vertreten.

Thema und Aufbau der Tagung zeigen, daß man vom sprachlich gegebenen Begriff der Angst als einer feststehenden Einheit ausging. Wohltuend und belebend war die Aufforderung des Philosophen, statt vagen Spekulationen zu verfallen, sich den konkreten Phänomenen zuzuwenden. W. Schulz wies beeindruckend nach, daß die Philosophen dann die Angst nicht kannten, wenn die Verhältnisse der Sozietät gesichert waren wie in der griechischen Polis oder wenn das Individuum die Gewißheit hatte, in vernünftiger Weise an der Gestaltung des Lebens mitwirken zu können, so im Gefolge der Aufklärung. Angst trat immer dann in Erscheinung, wenn die äußeren Verhältnisse unsicher wurden oder das Individuum am eigenen sinnvollen Handeln zweifeln mußte. Anregend ist Alewyns Beitrag, den Habermas mit dem Satz resumiert: „Die angstverarbeitende Literatur ermöglicht eine ritualisierte Wiederholung … historisch ausgestandener (überwundener, Ref.) Ängste.“

Von besonderer Bedeutung ist H. Kunz' Referat. Er überwindet die philosophische Spekulation um das Phänomen Angst, indem er die Angst in die Leiblichkeit des Menschen zurückführt. Er stellt als die „seinsmäßige Voraussetzung, daß Angst überhaupt möglich ist, die Sterblichkeit“ heraus.

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