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Tübingen, D. (1966). DIE INZESTPROBLEMATIK IM SPÄTEREN WERK THOMAS MANNS. Psyche – Z Psychoanal., 20(6):440-465.

(1966). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(6):440-465

DIE INZESTPROBLEMATIK IM SPÄTEREN WERK THOMAS MANNS

Peter Dettmering Tübingen

I

In der zweiten Schaffenshälfte Thomas Manns spielt das Suizidmotiv —dem eine früher in dieser Zeitschrift erschienene Arbeit galt — praktisch keine Rolle mehr. Wenn es in der Erzählung von den „Vertauschten Köpfen“ noch einmal verwendet wird, bezeichnet es schon nicht mehr das Ende eines Konflikts, denn beide Rivalen werden wieder zum Leben erweckt. Der Selbstmord der Schauspielerin Clarissa Rodde im „Doktor Faustus“ ereignet sich zwar noch einmal im Rahmen einer unlösbar scheinenden Drei-Personen-Beziehung, doch gehört er, indem er sich eng an das Schicksal einer Schwester Thomas Manns anlehnt, einer ganz anderen psychologischen Schicht an. Das kommt auch darin zum Ausdruck, daß es bisher ohne Ausnahme männliche Protagonisten waren, die sich suizidierten. Das Wesen dieser Suizide bestand gerade darin, daß sie nicht von Ereignissen der äußeren Realität, sondern — in den Worten Freuds ausgedrückt — von der Neigung des Erzählers herrührten, „Konfliktströmungen seines Seelenlebens in mehreren Helden zu personifizieren“. Den Grund dafür, daß Thomas Mann seinen späteren Protagonisten den Suizid ersparen konnte, werden wir demnach in einer tiefgreifenden Veränderung suchen müssen, die sich an den „Konfliktströmungen seines Seelenlebens“ vollzogen hat.

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