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Lorenzer, A. (1966). ZUM BEGRIFF DER „TRAUMATISCHEN NEUROSE“. Psyche – Z Psychoanal., 20(7):481-492.

(1966). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(7):481-492

ZUM BEGRIFF DER „TRAUMATISCHEN NEUROSE“

Alfred Lorenzer

Als Oppenheim 1892 seine Monographie „Über die traumatische Neurose“ vorlegte, schienen die vielen Beobachtungen von Krankheitsreaktionen nach Zwischenfällen und Katastrophen, wie sie im Gefolge der technischen Expansion gesammelt worden waren, ihren eindeutigen Begriff und ihre geschlossene theoretische Erklärung, nämlich als mikrostrukturelle Schädigung des ZNS, gefunden zu haben. Eine befriedigende, ja elegante Lösung, da Kausalgenese, Formalgenese und Symptomatologie der Krankheit zu einer geschlossenen Krankheitseinheit zusammengefaßt worden waren.

Von dieser Einheit ist wenig übriggeblieben. Zuerst zerbrach die Geschlossenheit der Formalgenese, als im ersten Weltkrieg die These von der mikrostrukturellen Störung ihre allgemeine Anerkennung verlor und trotz vieler Versuche, sie mutatis mutandis zu restituieren, auch nicht mehr erhielt — die Hypothese von der mikrostrukturellen Schädigung wurde damals durch eine Reihe von Annahmen, deren Kern die sogenannte „Psychogeneselehre“ war, ersetzt. Mit der Formalgenese fiel aber auch die Kausalgenese; denn die Bedeutung des Traumas wurde durch die Art, wie diese Psychogeneselehre in der Psychiatrie entfaltet wurde, insgeheim völlig aufgelöst, benötigte doch diese „Psychogenese“ folgerichtig die Zusatzhypothese von der pathogenetischen Bedeutung der Konstitution und des Anlagefaktors, weil die „Einführung des Subjektes“ in den Zusammenhang von Unfall und Unfallreaktion ohne eine differenzierte deterministische Psychologie (wie es die Metapsychologie ist) dazu führen mußte, diese „Mitbeteiligung“ entweder „indeterministisch“-moralisch zu verstehen oder aber — unter Verweisung in den Zusammenhang somatischer Determinierung — aus einem konstitutionellen Mangel bestimmt zu sehen.

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