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Rosenkötter, L. (1966). Beradt, Charlotte: Das Dritte Reich des Traums. München. (Nymphenburger Verlagshandlung) 1966, 152 S., 14,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 20(8):626-628.

(1966). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(8):626-628

Beradt, Charlotte: Das Dritte Reich des Traums. München. (Nymphenburger Verlagshandlung) 1966, 152 S., 14,80 DM.

Review by:
L. Rosenkötter

In diesem Bändchen veröffentlicht die Verfasserin eine Auswahl aus den rund dreihundert Träumen, die sie von 1933 bis zu ihrer Auswanderung 1939 in Deutschland gesammelt hat. Das Auswahlkriterium war die Widerspiegelung der politischen und gesellschaftlichen Realität der nationalsozialistischen Diktatur im manifesten Trauminhalt. Mitgeteilt wurden diese Träume von Verwandten und Bekannten der Verfasserin, durchweg Menschen, die dem Regime ablehnend oder mindestens reserviert gegenüberstanden.

Die Träume sind in der Tat eindrucksvoll und erschreckend, so der eines sozialdemokratischen Fabrikanten, der kurz nach der Machtergreifung 1933 geträumt wurde:

„Göbbels kommt in meine Fabrik. Er läßt die Belegschaft in zwei Reihen, rechts und links, antreten. Dazwischen muß ich stehen und den Arm zum Hitler-Gruß erheben. Es kostet mir eine halbe Stunde, den Arm, millimeterweise, hochzubekommen. Göbbels sieht meinen Anstrengungen wie einem Schauspiel zu, ohne Beifalls-, ohne Mißfallensäußerung. Aber als ich den Arm endlich oben habe, sagt er fünf Worte: ‚Ich wünsche Ihren Gruß nicht‘, dreht sich um und geht zur Tür. So stehe ich in meinem eigenen Betrieb, zwischen meinen eigenen Leuten, am Pranger, mit gehobenem Arm. Ich bin körperlich nur dazu imstande, indem ich meine Augen auf seinen Klumpfuß hefte, während er hinaushinkt.

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