Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To keep track of most cited articles…

PEP-Web Tip of the Day

You can always keep track of the Most Cited Journal Articles on PEP Web by checking the PEP Section found on the homepage.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Argelander, H. (1966). DER „PATIENT“ IN DER PSYCHOTHERAPEUTISCHEN SITUATION MIT SEINEM BEHANDELNDEN ARZT. Psyche – Z Psychoanal., 20(12):926-941.

(1966). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 20(12):926-941

DER „PATIENT“ IN DER PSYCHOTHERAPEUTISCHEN SITUATION MIT SEINEM BEHANDELNDEN ARZT

Hermann Argelander

Nach einem alten ungeschriebenen Gesetz betrachtet der Arzt denjenigen als seinen Patienten, der sich ihm durch sein Leiden offenbart. Der Patient bemüht sich um den Arzt, weil er von ihm eine Heilung oder Linderung seines Leidens erwartet. Darüber hinaus weist sich der Arzt häufig als fachkundig für spezifische Krankheiten aus. Die Aufnahme der Arzt-Patient-Beziehung erfolgt demnach auf Grund einer Suchbewegung des Patienten. Während der Arzt sich für seine Rolle beruflich qualifiziert, gerät der Patient in die seine hinein, wenn er subjektiv oder objektiv an sich oder seinem Körper Veränderungen wahrnimmt und sich von diesen in irgendeiner Weise bedroht oder gefährdet sieht, d. h. an ihnen zu leiden beginnt.

In der modernen Medizin ist diese Regel dort durchbrochen worden, wo der Arzt sich auf Grund von Erkenntnissen berufen fühlt, in einer eigenen Suchbewegung die Krankheit in einem noch latenten Stadium aufzufinden, bevor ihr Träger durch Selbstwahrnehmung zu einem Leidenden, zu einem Patienten wird. Diese Entwicklung fordert eine genauere Definition des Patient-Seins: Nicht nur die für den Betroffenen selbst oder seine Umgebung wahrnehmbaren Auswirkungen eines manifesten Krankheitszustandes bedingen das Gefühl des Patient-Seins, sondern bereits das Wissen um die Krankheit, das Bewußtsein, krank zu sein, auch wenn dieses Bewußtsein nicht oder noch nicht mit einem fühlbaren Leiden verbunden ist.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.