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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Gedo, J.E. (1968). NOCH EINMAL DER „GELEHRTE SÄUGLING“. Psyche – Z Psychoanal., 22(4):301-319.

(1968). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 22(4):301-319

NOCH EINMAL DER „GELEHRTE SÄUGLING“

John E. Gedo

Translated by:
Käte Hügel

Es war Sandor Ferenczi selbst, der die Aufmerksamkeit von uns Psychoanalytikern auf das unvermeidliche Auftreten ambivalenter Gefühle gegenüber großen Männern lenkte. Dies wird leider von der Meinung, die man heute über Sandor Ferenczis wissenschaftlichen Rang und seinen Platz in der Geschichte der Psychoanalyse hegt, bestätigt. Seine Größe ist unbestritten; bei seinem Tode schrieb Freud (1933): „Es ist nicht glaublich, daß die Geschichte unserer Wissenschaft seiner vergessen wird.“ Jones (1933) wiederholte in seinem Nachruf die Worte aus Hamlet: „Wir werden seinesgleichen nicht mehr sehen.“ Dennoch glaubt der heutige psychoanalytische Kandidat, sich in seiner Ausbildung mit der Lektüre von zwei bis drei Arbeiten Ferenczis begnügen zu dürfen, und von dem Mann, den Freud seinen „Palladin und Großvezier“ nannte, weiß man meist nur, daß er gewisse fehlgeschlagene technische Experimente unternahm, durch die er sich von seinem Meister entfernte.

Obwohl die ungerechtfertigt feindliche Interpretation der späten Jahre Ferenczis, die Jones in seiner Freud-Biographie gibt, von Balint (1958) und Lorand (1966) energisch zurückgewiesen wird, sind Vorwürfe wie die Vermutung, Ferenczi sei psychotisch gewesen, imstande, selbst „das Erhabene in den Staub zu ziehen“. Auch einige Parteigänger haben ihm ähnlich schlechte Dienste geleistet wie seine Gegner, indem sie ihn posthum als Vorläufer verschiedener Abweichungen von der Psychoanalyse reklamieren, von denen zu seinen Lebzeiten nie die Rede war (Thompson 1944, 1950).

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