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Redlich, F.C. (1968). PSYCHOANALYSE UND SOZIALE VERANTWORTUNG. Psyche – Z Psychoanal., 22(9-11):658-671.
   

(1968). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 22(9-11):658-671

PSYCHOANALYSE UND SOZIALE VERANTWORTUNG

F. C. Redlich

Translated by:
Peter Below

Vor über dreißig Jahren zwang Hitler nahezu alle Psychoanalytiker, Europa zu verlassen. In der Mehrzahl gingen sie in die Vereinigten Staaten und fanden dort bereitwillig Aufnahme. Wie kaum eine andere rezipierte die amerikanische Gesellschaft die Psychoanalyse. Von den mutmaßlichen Gründen dieser Affinität habe ich vor einiger Zeit gesprochen. Die Intellektuellen und die oberen Schichten dieses Landes erwiesen sich einer rationalen psychologischen Theorie und Praxis zugänglich, die den einzelnen bei der Verwirklichung ihrer selbst, bei der Bewältigung ihrer Kindheitstraumata und bei der Orientierung auf ihrem Weg durch die Verwirrung helfen wollte, die Sorokin die „sexuelle Revolution“ genannt hat. Eine hinreichend große Zahl von Amerikanern konnte sich eine psychoanalytische Behandlung finanziell leisten und verhalf damit ihren Therapeuten zu Wohlstand. Die Psychoanalyse begann in dem Land zu blühen, für das Freud wenig Achtung empfunden hatte. Auf diese Entwicklung hatten europäische Analytiker einen kräftigen Einfluß.

In einer Hinsicht fand Freuds Lehre keine Beachtung: Die amerikanische Psychoanalyse blieb in der Regel an den Arztberuf gebunden und die Ideen, die Freud in seinem Essay „Zur Frage der Laienanalyse“ niedergelegt hatte, erregten wenig Aufmerksamkeit. Ökonomische und soziale Gründe waren dafür ausschlaggebend: Die amerikanischen Ärzte hatten sich kurz vorher im Kampf gegen die Quacksalberei durchgesetzt und waren infolgedessen wenig geneigt, nicht-ärztlichen Analytikern, ohne Rücksicht auf ihre psychoanalytische Qualifikation, die Niederlassung zu gestatten.

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