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Kutter, P. (1970). Görres, Albert: An den Grenzen der Psychoanalyse. München (Kösel) 1968. 247 Seiten, 16,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 24(2):130-132.

(1970). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(2):130-132

Görres, Albert: An den Grenzen der Psychoanalyse. München (Kösel) 1968. 247 Seiten, 16,80 DM.

Review by:
P. Kutter

Unter diesem Titel legt der Autor 9 Aufsätze in Buchform vor, die, über verschiedene theologische und philosophische Zeitschriften verstreut, schon früher erschienen sind. Sein Thema ist der Grenzbereich zwischen Psychoanalyse und Theologie. Von Interesse für den Psyche-Leser ist vor allem die erste Arbeit mit dem Titel „Physik der Triebe—Physik des Geistes“. In ihr vergleicht Görres die Psychoanalyse mit der klassischen Anthropologie. Ausgangspunkt ist jene Anekdote aus Freuds „Der Witz und seine Beziehungen zum Unbewußten“, die dem sterbenden Heine nachgesagt wird: „… als der freundliche Priester ihn auf Gottes Gnade verwies und ihm Hoffnung machte, daß er bei Gott Vergebung für seine Sünden finden werde, soll er geantwortet haben: Bien sûr, qu'il me pardonnera; c'est son métier“ (G. W. VI, Seite 126).

Dieser Witz liefert dem Autor den Beweis dafür, daß die Psychoanalyse den Menschen nicht nur als ein Lust und Tod suchendes, letztlich hormonal gesteuertes Triebwesen sieht, sondern auch als ein Wesen, das, die Beziehung zu Gott durch Identifikation kurzerhand ersetzend, sich selbst zum Gott macht. Damit stünde Freuds Menschenbild im Gegensatz zu dem der klassischen Anthropologie, in welchem dem Menschen auch eine „Physik des Geistes“ eigen sei, die am Sinn der Welt und des Seins teil habe (Seite 21), während das Streben nach Nachahmung Gottes beiden Wissenschaften gemeinsam wäre.

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