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PEP-Web Tip of the Day

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Klüwer, R. (1970). Cremerius, Joh.: Die Prognose funktioneller Syndrome. Stuttgart (Enke) 1968, 134 Seiten, 25,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 24(2):155-156.

(1970). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 24(2):155-156

Cremerius, Joh.: Die Prognose funktioneller Syndrome. Stuttgart (Enke) 1968, 134 Seiten, 25,— DM.

Review by:
Rolf Klüwer

Diese zweite große klinische katamnestische Untersuchung des Autors schließt insofern eine Lücke, als ein zahlenmäßig sehr umfangreiches Patientengut nach einem Zeitabstand von durchschnittlich 10 Jahren nachuntersucht wurde, wobei die Grundorientierung nicht nur auf das Schicksal des Symptomverlaufs, sondern auf die Gesamtpersönlichkeit gerichtet bleibt. Damit wird diese Untersuchung einer elementaren Forderung gerecht, die in zahllosen katamnestischen Veröffentlichungen unberücksichtigt blieb. Während Cremerius' erste Untersuchung der Beurteilung des psychotherapeutischen Behandlungserfolgs gewidmet war, soll diese Arbeit die Spontanprognose des funktionellen Syndroms erfassen. Mit dem Begriff „funktionelles Syndrom“ (Uexküll) wird ein großes klinisches Material, das unter verschiedensten Diagnosen klassifiziert wird, auf rein deskriptiver Ebene erfaßt. 2300 Patienten der Poliklinik München bildeten das Ausgangsmaterial. Alle diese Patienten mußten folgende Bedingungen erfüllen:

Die klinische Untersuchung hatte keinen organischen Befund erbracht, es durfte sich nicht um eine funktionelle Störung postinfektiöser oder posttoxischer Natur handeln, das Syndrom mußte chronifiziert sein, das funktionelle Syndrom durfte nicht Begleitsymptom einer im Vordergrund stehenden Psychoneurose (einschließlich der Konversionshysterien) sein. Aus diesem Material konnten sechs repräsentative Syndromgruppen ausgegliedert werden, und zwar: das funktionelle Magensyndrom, das funktionelle kardiovaskuläre Syndrom, das funktionelle Syndrom des unteren Verdauungstraktes, das funktionelle Atmungssyndrom, das Kopfschmerzsyndrom, funktionelle Beschwerden heterogener, wechselnder Natur, die nicht dauernd an einem Organ fixiert sind.

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