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Dettmering, W.J. (1973). Cremerius, J. (Hg.): Neurose und Genialität. Psychoanalytische Biographien. Frankfurt (S. Fischer) 1971. 292 S., kart. 18,— DM. Psyche – Z Psychoanal., 27(3):275-276.

(1973). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 27(3):275-276

Cremerius, J. (Hg.): Neurose und Genialität. Psychoanalytische Biographien. Frankfurt (S. Fischer) 1971. 292 S., kart. 18,— DM

Review by:
W. J. Dettmering

Psychoanalytische Biographie ist, wie verschiedene Veröffentlichungen zeigen, gegenwärtig aktuell. In dem vorliegenden Band ist der Herausgeber von zwei Intentionen geleitet: Er wendet sich gegen die Überbewertung der Genialen, deren Lebensbeschreibung er „Hagiographie“ nennt; wir werden dabei an Carlyles These „Männer machen Geschichte“ erinnert. Der Herausgeber wendet sich aber auch gegen die Unterbewertung der Genialen und erinnert an Moreau, Lombroso und Lange-Eichbaum. Man sollte auch noch an Möbius denken, der in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts eine Reihe von populärwissenschaftlichen Pathographien lieferte.

Ganz im Gegensatz zur Über- und Unterbewertung des Genialischen stempelt die Psychoanalyse den Genialen nicht zu einem außergewöhnlichen Menschen, sondern ordnet sein Geschick ein in das Geschick aller Menschen. Die Beschäftigung mit der Biographie, welche auch den klinischen Alltag des Psychoanalytikers einnimmt, erklärt die Vorliebe und das unpathetische Verständnis des Analytikers für Leben und Werk der Genialen. Der erste Psychoanalytiker, Sigmund Freud, schrieb über Leonardo da Vinci, Goethe, Dostojewski und Moses und regte auch Schriftsteller, mit denen er befreundet war — Arnold und Stefan Zweig, Arthur Schnitzler und Thomas Mann — zu einer psychoanalytisch verfeinerten Betrachtung ihrer biographischen oder Romanfiguren an.

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