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Kennel, K. (1973). Verstehens- und Verständigungsvorgänge im Sprechstundeninterview. Psyche – Z Psychoanal., 27(11):1025-1043.

(1973). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 27(11):1025-1043

Verstehens- und Verständigungsvorgänge im Sprechstundeninterview

Klaus Kennel

Vor die Aufgabe gestellt, in einer psychoanalytischen Sprechstunde einem Patienten in einem kurzen und womöglich einmaligen Gespräch etwas „Wesentliches“ oder „Sinnvolles“ zu vermitteln, müßte der Psychoanalytiker eigentlich resignieren. Will er nicht darauf rekurrieren, Ratschläge zu erteilen, Mut zuzusprechen oder sonstige sogenannte ichstützende Maßnahmen zu ergreifen, bleibt ihm im Grunde nichts übrig, als ein solches Sprechstundengespräch zu einer groben diagnostischen Einschätzung zu benutzen, die Frage der Indikation und Prognose einer psychoanalytischen Behandlung zu erwägen und dem Patienten gegebenenfalls einen entsprechenden Behandlungsvorschlag zu machen, andernfalls ihn an andere Institutionen zu verweisen oder ihn seinem Schicksal zu überlassen. Doch auch wenn er sich dazu entschließt, dem Patienten eine Behandlung vorzuschlagen, weiß er, daß es bei dem gegenwärtigen Mangel an Psychotherapeuten in den meisten Fällen zu einer solchen Behandlung nicht oder erst nach sehr langen Wartezeiten kommen wird. — Berücksichtigt man aber, daß der Analytiker keineswegs nur darauf angewiesen ist, aus den Symptom- und Erlebnisschilderungen der Patienten auf diskursiv-logischem Wege unter Einschaltung seines theoretischen Wissens und seines klinischen Erfahrungswissens bestimmte unbewußte Konflikte abzuleiten, sondern daß seine Wahrnehmung häufig eine unbewußte szenische Darstellung eines aktuellen Konflikts in der Situation selbst registriert, so bietet sich ein anderer Weg aus dem Dilemma an.

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