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Stein, H. (1977). Kunz, Hans: Grundfragen der psychoanalytischen Anthropologie. Göttingen (Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht) 1975. 261 Seiten, 26 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 31(1):90-92.

(1977). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 31(1):90-92

Kunz, Hans: Grundfragen der psychoanalytischen Anthropologie. Göttingen (Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht) 1975. 261 Seiten, 26 DM.

Review by:
Herbert Stein

Die Zeit, als die Psychoanalyse Freuds auf die in ihr enthaltene philosophische Anthropologie hin befragt wurde, war die zweite Gründerzeit der Psychoanalyse in Deutschland, die Zeit auch der Gründung der „Psyche“. Hans Kunz war ihr Mitgründer und -herausgeber. Die Mehrzahl der in dem zu besprechenden Buch vereinten Aufsätze sind hier erschiene. Die zweite Phase dieser Zeitschrift, als sie sich zur Zeitschrift für Psychoanalyse wandelte, charakterisiert auch eine zweite Epoche der Fachhistorie in Deutschland. Es war das die Zeit des Nachholens der Entwicklung, welche die Psychoanalyse in den nicht von Hitler-Deutschland besetzten Ländern erlebt hatte, die Zeit insbesondere der Rezeption angelsächsischer Weiterentwicklungen, die in einem bestimmten Sinne durch eine traditionelle Philosophie-Feindlichkeit charakterisiert waren. Vielleicht können wir sagen, wir sehen jetzt eine 3. Phase der Rezeption. Nicht nur die gewachsene Aufmerksamkeit für französische psychoanalytische — philosophie-freundliche — Autoren, auch der Einfluß der Studentenbewegung und eine bestimmte Marx-Rezeption haben den philosophisch-anthropologischen Fragen im neuen Gewände Raum geschaffen. Auf diesem Hintergrund die Gedankengänge Hans Kunz' kritisch zu vergegenwärtigen, steht gut an.

Es wird darauf ankommen zu zeigen, daß die Perspektiven des Autors im Gespräch der Gegenwart weiterleben, selbst wenn seine Themen heute mit anderen Namen verknüpft sind: So das von ihm bereits 1930 (Die existentielle Bedeutung der Psychoanalyse in ihrer Konsequenz für deren Kritik, Nervenarzt 3, 657) beschriebene „Selbstmißverständnis der Psychoanalyse“, der Ausgang von dem „in der Psychoanalyse faktisch sich vollziehenden Geschehensprozeß“ und dessen von Freud teilweise abweichende Interpretation.

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