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Gerber, L. (1977). Der Fall Anna M.: Bericht über einen therapeutischen Versuch. Psyche – Z Psychoanal., 31(5):417-449.

(1977). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 31(5):417-449

Der Fall Anna M.: Bericht über einen therapeutischen Versuch

Lo Gerber

Vorbemerkung der Redaktion: Dieser Bericht über den Umgang einer Psychologin mit einer langjährig hospitalisierten Patientin macht deutlich, daß die erstarrte Maske des sog. „schizophrenen Defekts“ ein psychisches Mangelsyndrom ist und daß durch Zuwendung die Individualität dieser Kranken wieder auflebt. In der Krankengeschichte der Patientin Anna spielt — mehr als bei anderen Psychosen — die frühe Verlassenheit eine ausschlaggebende Rolle. Leider lassen sich nicht alle Psychosen durch „tender loving care“ heilen.

Eine Abteilung Für Schwerstgestörte, Unruhige, Chronisch-Kranke Patientinnen

Dr. Cremerius hatte mich eingeladen, seine Abteilung in der Heil- und Pflegeanstalt W. kennenzulernen. Er hatte vage von der Möglichkeit, eine Therapie zu übernehmen, gesprochen, falls mir dies Zusagen würde. Da ich zuvor nie ein psychiatrisches Spital von innen gesehen hatte, nahm ich die Einladung gern an.

Cremerius war der Abteilungsarzt des Hauses 9, das schwerstgestörte, unruhige, chronisch-kranke Patientinnen beherbergte. Das Haus, ein kahler, langgestreckter Bau, der inzwischen vorteilhaft renoviert wurde, wirkte damals von außen wenig einladend; die Ostseite war den Idioten zugeteilt, die Westseite den Geisteskranken. Zwischen den Patientinnen beider Seiten gab es wenig Kontakt. Audi im Innern wirkte das Haus kahl und ungemütlich. Auf jeder Seite gab es eine Stube, in der eine Schwester tagsüber Patientinnen betreute, mit ihnen etwas arbeitete oder spielte.

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