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Moersch, E. (1980). I. Vorwort und Einleitung. Psyche – Z Psychoanal., 34(6):493-500.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(6):493-500

Zur Psychopathologie von Herzinfarkt-Patienten

I. Vorwort und Einleitung

Emma Moersch

E. Moersch skizziert einleitend den Stand der Theorienbildung im Bereich der Psychosomatik. Die Fragestellung der Untersuchung, über die hier berichtet wird, war: Unter welchen psychischen, psychoanalytisch feststellbaren Bedingungen erkranken Menschen am Herzinfarkt? I. Kerz-Rühling referiert die vorliegende psychologische Literatur zur Entstehung des Herzinfarkts (bzw. zur Struktur der Herzinfarkt-Persönlichkeit). S. Drews und R. D. Nern formulieren die Zielsetzung und beschreiben die Durchführung der Untersuchung, bei der es nicht um das Verstehen bestimmter physiologischer Prozesse, sondern um das Verständnis der psychischen Bedingungen, unter denen jene auftreten, ging. K. Kennel präsentiert eine Fallgeschichte (Ausschnitte aus einem Erst-Interview-Protokoll und Kommentar). Der Infarkt erscheint hier als Antwort auf eine lebensgeschichtliche Krise, die selbst als Aktualisierung von latent gewordenen, in der Kindheit erworbenen Strukturkonflikten der Person verstanden werden kann. R. Kelleter zeigt, daß vor allem Fixierungen auf prägenitalen Entwicklungsstufen für diese Patientengruppe charakteristisch sind. C. Rodriguez weist darauf hin, daß in erster Linie orale Modi der Objektbeziehungen typisch zu sein scheinen. I. Kerz-Rühling schildert als spezifische Abwehrkonstellation von Herzinfarkt-Patienten die Kompensation infantiler Versagungen durch Größenphantasien. Herzinfarkt-Patienten neigen zur Konfliktverleugnung; sie lehnen meist Psychotherapien (von längerer Dauer) ab. R. Fischer gibt einen Überblick über die heutige Theorie der Abwehrmechanismen. Der charakteristische Abwehrmechanismus der Herzinfarkt-Patienten ist die Verleugnung (der Abhängigkeit von anderen oder von Körperwahrnehmungen), daneben treten Zwangsabwehr, Verdrängung und Projektion auf. Die Verleugnung koexistiert mit gut entwickelten Ichfunktionen im Bereich der technisch-organisatorischen Berufsaufgaben. O. Goldschmidt geht der Frage der Behandelbarkeit von Herzinfarkt-Patienten nach: Ihre Motivation zu einer Therapie ist meist schwach; anstelle von Urvertrauen findet sich eher ein Urmißtrauen. Die psychoanalytische Therapie müßte ähnlich wie bei der Behandlung von Borderline-Fällen modifiziert werden. Die medizinische Betreuung geht am Symptomcharakter der sogenannten »Risikofaktoren« vorbei, tut also von sich aus nichts, um die Herzinfarkt-Patienten auf eine (die Struktur der Persönlichkeit ändernde) Psychotherapie zu orientieren. Abschließend bedient E. Moersch sich des Klassifikationsschemas von J. Bergeret, um die Persönlichkeitsstruktur der Herzinfarkt-Patienten zu kennzeichnen: Die Angst vor dem Objektverlust steht bei ihnen im Zentrum des psychodynamischen Geschehens.

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