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Petri, H. (1980). Friedrich, H., J. Fränkel-Dahmann, H.-J. Schaufelberger, U. Streeck: Soziale Deprivation und Familiendynamik. Studien zur psychosozialen Realität von unterprivilegierten Familien und ihrer Veränderung durch ausgewählte Formen sozialer Praxis. Göttingen (Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) 1979. 327 S., br., 22 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 34(8):734-735.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(8):734-735

Friedrich, H., J. Fränkel-Dahmann, H.-J. Schaufelberger, U. Streeck: Soziale Deprivation und Familiendynamik. Studien zur psychosozialen Realität von unterprivilegierten Familien und ihrer Veränderung durch ausgewählte Formen sozialer Praxis. Göttingen (Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) 1979. 327 S., br., 22 DM.

Review by:
Horst Petri

Neben den bekannten Beschreibungen von H. E. Richter über Randgruppenarbeit in der Eulenkopf-Siedlung in Gießen gehört die vorliegende Studie zu den ersten systematischen Analysen von Randschichtpopulationen in Deutschland, die sozialwissenschaftliche Untersuchungsmethoden und soziale Praxis verbinden. Das über einen Zeitraum von vier Jahren (1972-1976) laufende Forschungsprojekt in der größten Obdachlosensiedlung von Göttingen umfaßt eine gründliche Datensammlung auf analytisch-deskriptiver Ebene, eine Längsschnittbeobachtung der untersuchten Familien und eine breite empirische Basis für die analytisch-praktische Ebene.

Im Einleitungskapitel wird ein Überblick zur amerikanischen Armutsforschung gegeben, der die verschiedenen theoretischen und empirischen Ansätze kritisch analysiert. Von besonderem Interesse ist dabei die Differenzierung verschiedener Armutsgruppen, die deutlich macht, daß Armut als sozioökonomisches und zugleich soziokulturelles Problem begriffen werden muß. Erst die Wechselbeziehung beider Ebenen erlaubt, Armut im gesellschaftlichen Kontext von unterschiedlichen Zugangsbedingungen zu den gesellschaftlichen Ressourcen und damit verbundenen Diskriminierungsprozessen zu beschreiben, wodurch die ökonomische durch eine psychosoziale Dimension ergänzt wird. In einem Überleitungskapitel zur eigenen Untersuchung verdeutlichen die Autoren, daß Armut — auf die Lebensverhältnisse von Randschichtgruppen in der BRD gewendet — im öffentlichen Bewußtsein und von der Sozialadministration mit Obdachlosigkeit gleichgesetzt wird.

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