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PEP-Web Tip of the Day

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Platta, H. (1980). Richter, Horst-Eberhard: Der Gotteskomplex. Die Geburt und die Krise des Glaubens an die Allmacht des Menschen. Reinbek (Rowohlt) 1979. 340 S., br., 22 DM. Psyche – Z Psychoanal., 34(8):736-739.

(1980). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 34(8):736-739

Richter, Horst-Eberhard: Der Gotteskomplex. Die Geburt und die Krise des Glaubens an die Allmacht des Menschen. Reinbek (Rowohlt) 1979. 340 S., br., 22 DM

Review by:
Holdger Platta

»Als psychosoziale Störung« beschreibt H.-E. Richter in seinem neuen Buch die moderne westliche Zivilisation. Seine Grundannahme: Der Mensch sei am Ausgang des Mittelalters aus seiner Ohnmacht in den Anspruch auf egozentrische gottgleiche Allmacht geflüchtet, in das, was Richter den Gotteskomplex nennt. Doch: Wie kam der Allmachtswahn in die Köpfe der Menschen? Auf diese, nach Harrisburg mit zusätzlichem Explosivstoff angereicherte Frage versucht Richter, Psychoanalytiker und Professor für Psychosomatik und Psychotherapie in Gießen, eine Antwort zu finden und Schlußfolgerungen aus seiner Diagnose zu ziehen.

Überraschenderweise — wenn auch nicht untypisch für den Psychoanalytiker — setzt der Verfasser bei dem an, was sich bei Kindern abspielt, die, wie Richter sagt, ihren Eltern zu mißtrauen beginnen und eine gewisse intellektuelle Wachheit erreicht haben (19). Die Entdeckung ihrer objektiven Abhängigkeit vom Schutz der Eltern versetzt sie zunehmend in Angst, ja Panik (19), und sie reagieren darauf in spezifischer Weise: Sie wollen alles unter ihre Kontrolle bringen, sie enfalten einen angstangetriebenen Wissensdurst, sie suchen in Distanzierungen und Machtkämpfen mit ihren Eltern Autonomie zu erlangen. »Sicher fühlen sie sich nur, wenn sie überall und zu jeder Zeit ihr Verhalten nach eigenen Erkenntnissen und eigenem Entschluß steuern« (20).

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