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Erdheim, M. (1981). Zinser, Hartmut: Mythos und Arbeit. Studien über psychoanalytische Mytheninterpretation am Beispiel der Untersuchungen Géza Róheims. Studien und Materialien der anthropologischen Forschung, Bd. III, Nr. 2. Edition Ethnos. Wiesbaden (B. Heymann) 1977. 148 S., 28 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 35(1):89-90.

(1981). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 35(1):89-90

Zinser, Hartmut: Mythos und Arbeit. Studien über psychoanalytische Mytheninterpretation am Beispiel der Untersuchungen Géza Róheims. Studien und Materialien der anthropologischen Forschung, Bd. III, Nr. 2. Edition Ethnos. Wiesbaden (B. Heymann) 1977. 148 S., 28 DM.

Review by:
Mario Erdheim

Hartmut Zinser greift in seinem Buch ein zentrales Problem der psychoanalytischen Auseinandersetzung mit der Realität auf: die »Schicksale« der Arbeit im Diskurs über das Unbewußte. Am Beispiel des Ethnopsychoanalytikers Géza Róheim zeigt Zinser, wie dieser das Phänomen der Arbeit übersieht, dadurch den Unterschied zwischen Kultur und Neurose, auf den Freud mit Nachdruck hinwies, verwischt und so auch an der Kulturanalyse scheitert.

Róheim eignet sich besonders gut als Exempel für diese Schwächen der psychoanalytischen Kulturtheorie, weil die fremden Völker wie eine Art Projektionsleinwand wirken, auf welcher auch alle Verzerrungen in der Wahrnehmung der eigenen Kultur mit aller Deutlichkeit auftreten. In Analogie zu den Gesetzen der Übertragung tauchen in den ethnologischen Feldforschungen alle unverarbeiteten theoretischen Konflikte wieder auf. Die Geschichte der Ethnologie ist das Sammelbecken der Selbstmißverständnisse europäischer Wissenschaftler.

Róheim folgte den Ansätzen von Reik und Rank und gab wesentliche Freudsche Positionen auf. Während für Freud das Thema der Gewalt in der Geschichte sowohl in »Totem und Tabu« wie auch in »Massenpsychologie und Ich-Analyse« im Vordergrund stand, verschwindet es bei Róheim. Die Initiationsriten z. B. werden nur in Hinblick auf das Triebgeschehen hin untersucht, und die Machtproblematik (Herrschaft der Alten über die Jungen, der Männer über die Frauen) wird übersehen.

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