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Niklewski, G. (1981). Raimbault, Ginette: Kinder sprechen vom Tod. Klinische Probleme der Trauer. Übersetzt von Rainer Harnisch. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1980. 170 S., 8 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 35(4):387-389.

(1981). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 35(4):387-389

Raimbault, Ginette: Kinder sprechen vom Tod. Klinische Probleme der Trauer. Übersetzt von Rainer Harnisch. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1980. 170 S., 8 DM.

Review by:
Günter Niklewski

»Die Toten sind die, die halt nicht mehr auf der Erde sind. Sie können nicht mehr leben. Man kann nicht mehr die Augen aufmachen. Man kann sich nicht mehr bewegen. Bevor man stirbt, hat man ein müdes Herz. Heil und ganz, das ist das Gegenteil. Da muß ich an ein Ding denken, das ich im Krankenhaus gesehen habe und das gar nicht lustig war: ein kleines Baby, das sterben konnte. Seine Eltern weinten auf dem Flur. Als ich kleiner war, hat man mich in ein anderes Krankenhaus gebracht. Als ich mit vier Jahren ins Krankenhaus gegangen bin, hab' ich Angst gehabt, weil ich meine Katze sterben sah und man nicht wußte, wie sie gestorben war. (…) Sehen sie, meine Mutter existiert noch, meine Großmuter existiert noch, aber sie bewegt sich nicht mehr. (…) Hier im Krankenhaus gibt es einen Pfarrer und eine Kirche. Die ist für die sterbenden Kinder. Ich werde alle Krankenhäuser kennenlernen, und ich werde sterben.« Als Pierre dies mit seinen sieben Jahren sagte, hatte er nur noch kurze Zeit zu leben. In der Klinik begegnete er vielen Kindern, die in derselben Lage waren: zum großen Teil erkrankt an progressiv sich verschlimmernden Nierenkrankheiten, vielfach dialysepflichtig und schon sehr erfahren mit der Institution Krankenhaus. Die wenigsten von ihnen sind dem frühen Tod im Kindesalter entgangen.

Ihr Denken, ihre Träume und Phantasien waren bestimmt von ihrem Tod. Die Psychoanalytikerin Ginette Raimbault hat über viele Jahre an dem Pariser Kinderkrankenhaus, wo sie tätig ist, beobachtet und niedergelegt, wie Kinder mit dem Tod umgehen, wie sie ihre Vorstellungen organisieren und sich in ihren Ängsten und Wünschen auf diese Realität einstimmen, die diesem Lebensalter noch gänzlich unangemessen ist.

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