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Bernfeld, S. (1981). Freuds früheste Theorien und die Helmholtz-Schule (1944). Psyche – Z Psychoanal., 35(5):435-455.

(1981). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 35(5):435-455

Freuds früheste Theorien und die Helmholtz-Schule (1944)

Siegfried Bernfeld

Translated by:
Ilse Grubrich-Simitis

Freuds frühe Arbeiten sind größtenteils in einer einfachen, nicht fachlichen Sprache geschrieben, und die Ausdrücke, die er prägte, etwa »Verdrängung« oder »Abwehr«, klingen umgangssprachlich; gelegentlich kommen jedoch so dunkle Wendungen vor wie »Erregungssumme«, »Abfuhr«, »Ablösung«, die wie Relikte aus der Neurologie von 1890 erscheinen.

Offensichtlich spielt Freud damit auf eine von ihm hochgeschätzte Theorie an — eine Theorie, von der viele psychoanalytische Begriffe abgeleitet sind. Freud hat diese Theorie allerdings nicht ausführlich dargelegt. Er hat lediglich den sehr allgemeinen Gedanken mitgeteilt,

»daß an den psychischen Funktionen etwas zu unterscheiden ist (Affektbetrag, Erregungssumme), das alle Eigenschaften einer Quantität hat — wenngleich wir kein Mittel besitzen, dieselbe zu messen —, etwas, das der Vergrößerung, Verminderung, der Verschiebung und der Abfuhr fähig ist und sich über die Gedächtnisspuren der Vorstellungen verbreitet, etwa wie eine elektrische Ladung über die Oberflächen der Körper. Man kann diese Hypothese, die übrigens bereits unserer Theorie des »Abreagierens« … zugrunde liegt, in demselben Sinne verwenden, wie es die Physiker mit der Annahme des strömenden elektrischen Fluidums tun.

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