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Kuiper, P. (1981). Mitscherlich, Alexander: Ein Leben für die Psychoanalyse. Anmerkungen zu meiner Zeit. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1980. 323 S., 34 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 35(9):851-853.

(1981). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 35(9):851-853

Buchbesprechungen

Mitscherlich, Alexander: Ein Leben für die Psychoanalyse. Anmerkungen zu meiner Zeit. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1980. 323 S., 34 DM.

Review by:
Piet Kuiper

Alexander Mitscherlich hat ein beeindruckendes Buch geschrieben. Es handelt sich um eine Autobiographie., in der die Entwicklung eines Psychoanalytikers, das Schicksal eines deutschen Menschen im Widerstand gegen destruktive Gewalt, eines Europäers im besten Sinne des Wortes beschrieben werden. Individuelle Erlebnisse vermitteln hier objektive Erkenntnisse; insofern ist das Buch ein Beispiel für die Anwendung der Psychoanalyse auf Geschichtswissenschaft und Politik.

Mitscherlich legt offen, wie bestimmte Kindheitserfahrungen zu seinem späteren politischen Widerstand geführt haben. Seine Einsicht, »daß das Verhältnis zwischen Machtlosen und Mächtigen schon in der Kinderstube und nicht erst in der großen politischen Szenerie im wahrsten Sinne des Wortes fundamentale Bedeutung erlangt« (S. 11), erhellt diesen Zusammenhang. Mitscherlich hat in seiner Jugend die Erfahrung gemacht, daß man respektvoll behandelt wird, wenn man bewiesen hat, daß man dem Kampf nicht ausweicht. Das hat er auch später niemals getan, seine Aggression vielmehr im Dienste des Friedens und der Herstellung friedlicher Verhältnisse sublimiert.

Ausgezeichnet wird die Rolle von Mentoren für die individuelle Entwicklung beschrieben. Mitscherlich nennt hier Ernst Nickisch und Ernst Jünger. Von großer Bedeutung für Mitscherlichs Leben war meines Erachtens seine Entdeckung, »daß die historischen Charakterstudien Luthers kaum große Ähnlichkeit untereinander erkennen ließen«.

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