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Heenen, S. (1984). Kretschmer, Wolfgang: Psychoanalyse im Widerstreit. München/Basel (Ernst Reinhardt) 1982. Kt., 187 Seiten, 29,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 38(3):283-284.

(1984). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 38(3):283-284

Kretschmer, Wolfgang: Psychoanalyse im Widerstreit. München/Basel (Ernst Reinhardt) 1982. Kt., 187 Seiten, 29,80 DM.

Review by:
Susann Heenen

Populärwissenschaftliche »Abrechnungen« mit der Psychoanalyse gibt es zuhauf. Eine Polemik besonderer Art gegen das Freudsche Denken hat Wolfgang Kretschmer von der Tübinger Forschungsstelle für Medizinische Psychologie und Konstitutionsbiologie vorgelegt; — besonders, weil sie von so phantastischen paranoiden Zügen und hoffnungslos veralteter Moral zeugt, daß die Lektüre fast schon zum Slapstick wird. Kretschmer sieht sich »unheilvoll« eingekesselt von den Vertretern der Psychoanalyse, sei es in der Pädagogik, den Geisteswissenschaften oder der Medizinischen Psychologie. Daß dies nicht vom Besten sein kann, ergibt sich aus seinem Verständnis der Freudschen Theorie: »Die Psychoanalyse ist alles andere als das konsequente, unbestreitbare Resultat systematischen Denkens und Forschens.« Nein, vielmehr führte die lebensgeschichtliche »Tragödie« Freuds zur Entwicklung dieser »dekadenten« Theorie, die dem Guten, Schönen, Wahren so wenig Bedeutung beimißt. »Freud wurde seines Lebens nicht froh, was denn auch bei der Art seiner Analyse nicht wunder nimmt«, biographiert Kretschmer. Auf welche Weise er sich in die psychoanalytische Begrifflichkeit eingearbeitet hat, zeigt sich in seinen Ausführungen zur Sache; so definiert er den Vorgang der Introjektion als »Nachahmung«, statt als das vom Subjekt phantasierte Von-»außen«-nach-»innen«-Gelangen von Objekten und deren Qualitäten. Die begriffliche Verwirrung bei Kretschmer sorgt auch für inhaltliche Fehler; Freud sei nicht »darauf gestoßen, daß Krankheit von Konflikten abgeleitet werden kann«.

Was die Psychoanalytiker wollen, ist, so Kretschmer, das »Eigentliche« verbergen, nämlich sie »Sinntiefe der Leidenschaften«.

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