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Laimböck, A. (1984). Gaertner, Adrian (Hg.): Sozialtherapie. Konzepte zur Prävention und Behandlung des psychosozialen Elends. Neuwied und Darmstadt (Luchterhand) 1982. Kt., 200 Seiten, 29,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 38(4):382-383.

(1984). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 38(4):382-383

Gaertner, Adrian (Hg.): Sozialtherapie. Konzepte zur Prävention und Behandlung des psychosozialen Elends. Neuwied und Darmstadt (Luchterhand) 1982. Kt., 200 Seiten, 29,80 DM.

Review by:
Annemarie Laimböck

Das Buch enthält eine Aufsatzsammlung, die über eine relativ neue kritische Entwicklung, die Sozialtherapie, informieren will. Es werden praktische Modelle vorgeführt und deren theoretischer Hintergrund diskutiert. Sozialtherapie sei, so A. Gaertner in seinem einleitenden Artikel, keine neue Technik, sondern ein »integriertes Konzept kontrollierter Interventionen, systematischer Selbstreflexion und gesellschaftskritischer Analyse« (S. 41). »Anders als die konventionellen klinischen Verfahren bietet Sozialtherapie die Chance, pathogene Lebensbedingungen und nicht nur das Individuum oder die Familie zum Gegenstand der Intervention zu machen« (S. 41 f.). Eine besondere Bedeutung als pathogenisierendem Faktor mißt er den soziodynamischen Wirkungsweisen von Institutionen bei.

Kein geringer Anspruch, will mir scheinen, fordert er doch gesellschaftskritisch-politische Aktion ebenso wie das Eingehen auf die subjektive Verarbeitung eben dieser objektiven Bedingungen einer spezifischen Lebensgeschichte. Die folgenden Beiträge, die sich mit der Praxis von Sozialtherapie befassen, bezeugen denn auch, wie man sich mehr oder weniger mit dem einen oder anderen Pol des Spannungsfeldes befassen kann.

So zeigt der Beitrag von S. Palazzoli, der eine systemisch-familientherapeutische Behandlung einer Familie mit einem magersüchtigen Mitglied illustriert, wie Familientherapie, hier als Sozialtherapie, die interaktionellen pathogenisierenden Faktoren der Institution Familie aufdeckt und verändert, wie hier aber doch auf der anderen Seite die historische Dimension der Subjekte, die subjektive Verarbeitung von Lebensgeschichte und die gesellschaftskritische Komponente vernachlässigt werden.

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