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Róheim, G. (1985). Pinocchio. Psyche – Z Psychoanal., 39(1):62-68.

(1985). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 39(1):62-68

Aus dem Archiv der Psychoanalyse

Pinocchio

Géza Róheim

Translated by:
Heidi Fehlhaber

Die Geschichte von den Abenteuern einer unglücklichen Marionette, die es schließlich doch noch zuwege brachte, ein normaler Junge zu werden, scheint auf den ersten Blick einfach eine jener Geschichten zu sein, die Erwachsene Kindern erzählen, um ihnen die kindlichen Launen abzugewöhnen und ihnen Benehmen beizubringen. Liest man sie aber mit den Augen des Psychoanalytikers, so merkt man bald, daß mehr daran ist.

Den ersten Schritt zum Verständnis des konfliktträchtigen Bündels von Wünschen und Anpassungen, das einen Menschen ausmacht, tun wir mit Hilfe von Freuds Strukturierung unserer Vorstellung von der Persönlichkeit: der Unterscheidung von Es, Ich und Überich. Unter dem »Es« verstehen wir unsere ererbten Triebe und Bedürfnisse, unsere Aggression und Libido — das, was wir tun möchten. Der Säugling und das Kleinkind sind nicht in der Lage, ihre Wünsche zu verwirklichen, aber sie haben als Ersatz dafür die Phantasie. Mit dem »Ich« bezeichnen wir Realitätswahrnehmung und -anpassung. Eng damit verbunden ist das Realitätsprinzip — die Fähigkeit, Befriedigungsaufschub zu ertragen. Das Ich steht für Arbeit und Wirklichkeit, es sagt, was wir tun müssen. Aber wir stehen auch unter dem Druck anderer Bestrebungen; der Mensch ist ein Tier mit Moral: Das Überich repräsentiert das Gewissen; sowohl in seinen bewußten wie in seinen unbewußten Aspekten vertritt es das, was wir tun sollten.

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