Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To refine search by publication year…

PEP-Web Tip of the Day

Having problems finding an article? Writing the year of its publication in Search for Words or Phrases in Context will help narrow your search.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Fink-Eitel, H. (1985). Morgenthaler, Fritz: Homosexualität, HeteroSexualität, Perversion. Mit einem Vorwort von Hans-Jürgen Heinrichs. Frankfurt/Paris (Qumran) 1984. 192 Seiten, 24,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 39(1):71-76.

(1985). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 39(1):71-76

Morgenthaler, Fritz: Homosexualität, HeteroSexualität, Perversion. Mit einem Vorwort von Hans-Jürgen Heinrichs. Frankfurt/Paris (Qumran) 1984. 192 Seiten, 24,80 DM.

Review by:
Hinrich Fink-Eitel

Unbehagen an der Psychoanalyse: In der Regel hat auch sie die soziale Diskriminierung der Homosexuellen und der Perversen durch eine wissenschaftliche Diskriminierung der Homosexualität fügsam ergänzt und legitimiert. Ohne den Begriff »perverser« Homosexualität wäre der der »normalen« Heterosexualität sinnlos. Beide sexuellen Spielarten sind im Spektrum menschlicher Sexualität wechselseitig aufeinander bezogen. Im prekären Umgang der Psychoanalyse mit den »Perversionen« verdeutlicht sich ihr prekärer Umgang mit Sexualität überhaupt, ihrem ureigensten Thema.

Doch wie man (mit Martin Dannecker) strikt zwischen den Kategorien »Homosexualität« und »der Homosexuelle« unterscheiden muß, so sind auch »Psychoanalyse« und »der Psychoanalytiker« durchaus zweierlei. Zu den ehrlichsten Begründungen für das Berufsverbot für Homosexuelle, die die Stirn haben, Psychoanalytiker werden zu wollen, gehörte kürzlich das Eingeständnis eines Chefpsychoanalytikers: das brächte die Lehranalytiker mit ihren eigenen, noch unanalysierten homosexuellen Anteilen nur durcheinander. Nicht die Homosexuellen sind pervers, sondern die Psychoanalytiker kehren ihre eigenen »Perversionen« unter die Couch. Weil sie sozial sanktioniert sind. Konsequent haben die Psychoanalytiker diese Sanktion dann auch über das psychische Phänomen »Homosexualität« verhängt. Die unbewußte Psychologisierung des Sozialen ist ein soziales Problem, und in diesem geschichtlichen Sinne ist »Homosexualität« primär ein soziales und politisches Phänomen.

Dabei war die Psychoanalyse ursprünglich die erste Methode wissenschaftlicher Erkenntnis und therapeutischer Praxis, die die Einsicht gestattete, daß die Problematik der Homosexualität nicht auf die der manifest Homosexuellen eingeschränkt ist.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.