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Küchenhoff, J. (1985). Groß Es oder klein es? Anmerkungen zu dem Artikel von Bernd Nitzschke über die »Herkunft des Es«. Psyche – Z Psychoanal., 39(2):144-149.

(1985). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 39(2):144-149

Groß Es oder klein es? Anmerkungen zu dem Artikel von Bernd Nitzschke über die »Herkunft des Es«

Joachim Küchenhoff

Nitzschkes These zur Begriffsgeschichte des Es ist, daß eine jahrzehntelange unkritische psychoanalytische Zitiertradition die Hinweise Freuds und Groddecks ungeprüft übernommen habe, denen zufolge der Begriff des Es von Nietzsche stamme, bei dem er jedoch nicht aufzufinden sei. Dieser ungerechtfertigte Verweis auf Nietzsche habe seinen Sinn darin, andere Quellen der Psychoanalyse zu verdecken, so daß das Werk Freuds weiterhin als »Kopfgeburt«, als voraussetzungsloser und genialer Neuentwurf habe bestaunt werden können. Nitzschke findet die anderen Quellen: E. von Hartmann, so stellt sich heraus, hat den Begriff des Es mit großem Anfangsbuchstaben zuerst formuliert und es dem Unbewußten zugerechnet; er zitierte Adolf Bastian: »Daß nicht wir denken, sondern daß es in uns denkt, ist jedem klar, der aufmerksam auf das zu sein gewohnt ist, was in uns vorgeht«, und fährt fort: »Dieses Es aber liegt (…) im Unbewußten« (zit. nach Nitschke, 1983, S. 798). Dies also wäre die eine Henne für das Ei (Es), wie Nitzschke formuliert. Die andere Linie der Vorfahren wird durch die Namen Lichtenberg — Feuerbach — Weininger abgesteckt. In diesen Quellen wird »es« nicht substantiviert, zur eigenständigen Instanz z. B. des Unbewußten, sondern tritt in der Form des »es denkt« als Gegensatz zum »ich denke« auf.

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