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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Müller-Pozzi, H. (1985). Widerstand um jeden Preis? Bemerkungen zu »Anpassung und Widerstand« (Psyche 7/1984) von Paul Parin. Psyche – Z Psychoanal., 39(10):942-943.

(1985). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 39(10):942-943

Kritische Glosse

Widerstand um jeden Preis? Bemerkungen zu »Anpassung und Widerstand« (Psyche 7/1984) von Paul Parin

Heinz Müller-Pozzi

Interessiert und betroffen habe ich in der Psyche vom Juli 1984 den Aufsatz »Traurige Psychotropen« von Hans Füchtner sowie die Bemerkungen von Paul Parin gelesen. Ich denke, hier werden Probleme aufgeworfen und debattiert, die für das Selbstverständnis und die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Bewegung in unserer Zeit von entscheidender Bedeutung sind. In einer derart tiefgreifenden Auseinandersetzung sind, so meine ich aber, nur die besten Argumente gut genug, Argumente, die den Sachverhalten, gegen die sie ankämpfen, auch gerecht werden. Zumindest in dem einen der fünf Beispiele, die Parin anführt, tun sie das nicht: dem Beispiel der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse.

In der Tat hatte und hat die Schweizerische Gesellschaft für Psychoanalyse verglichen mit den meisten anderen Mitgliedgesellschaften der IPV ein relativ offenes und liberales Ausbildungssystem. Parin behauptet, daß seit 1974 »schrittweise alle Besonderheiten und spezifischen Traditionen abgeschafft (wurden), so daß heute die Schweizerische Gesellschaft in ihrem Betrieb, der Ausbildungsauswahl und -praxis weitgehend dem bundesdeutschen und dem amerikanischen Modell angeglichen ist«. Das ist nicht richtig und bedarf einer Richtigstellung. Es gibt in der Schweizerischen Gesellschaft nach wie vor keine Vorauswahl, kein Curriculum, keine Zwischenprüfung, ja, abgesehen von der eigenen Analyse und den erforderlichen zwei Kontrollfällen, keine reglementierte Ausbildung. Die Lehranalyse, von Anfang an als solche deklariert, kennen wir nicht. Nach wie vor wird die persönliche Analyse im Laufe bzw. nach vollendeter Ausbildung als Lehranalyse anerkannt. — Alles Besonderheiten, die das schweizerische Modell wesentlich von der Selektionsund Ausbildungspraxis der deutschen, britischen und amerikanischen Gesellschaften unterscheiden.

Richtig ist, daß lediglich die Analyse bei einem Mitglied der Gesellschaft als Lehranalyse anerkannt wird. Nur war das früher nicht so grundsätzlich anders, wie Parin es darstellt. Mangels Mitgliedern in Zürich wurden die Analysen einer Reihe von qualifizierten Analytikern, die nicht oder noch nicht Mitglied der Gesellschaft waren, als Lehranalysen anerkannt.

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