Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To review the bibliography…

PEP-Web Tip of the Day

It is always useful to review an article’s bibliography and references to get a deeper understanding of the psychoanalytic concepts and theoretical framework in it.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Sellschopp, A. (1986). Grunert, Johannes (Hg.): Leiden am Selbst. Zum Phänomen des Masochismus. München (Kindler) 1981. Kt., 197 Seiten, 11,80 DM. Psyche – Z Psychoanal., 40(5):467-469.
    

(1986). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 40(5):467-469

Grunert, Johannes (Hg.): Leiden am Selbst. Zum Phänomen des Masochismus. München (Kindler) 1981. Kt., 197 Seiten, 11,80 DM

Review by:
Almuth Sellschopp

Den von Grunert herausgegebenen Sammelband verbindet eine gerade dem Masochismus wohl eigentümliche Dialektik von Trieb, Motiv und Funktion, von Subjekt und Objekt, constituens und constituendum, die dem Buch Dichte und Verbundenheit zwischen sonst sehr verschiedenen Einzelarbeiten verleiht.

Bei dem Versuch, das »Phänomen Masochismus« (Freud, 1933) zu verstehen, hat die Psychoanalyse sehr gewonnen durch ihre Erweiterung um die Objektpsychologie und die Theorie des Narzißmus. Ein Verständnis dieses Phänomens ausschließlich im Rahmen der Strukturtheorie erschiene heute sicherlich vielen Psychoanalytikern als fragwürdig.

In seiner Einleitung zeigt Grunert, wie auf dem Hintergrund der Selbst-Psychologie masochistische Erscheinungen oft als Versuche eines von Desintegration bedrohten Selbst verstehbar werden, sich wieder zu integrieren, Beziehungen aufrechtzuerhalten und Kohärenz zu stiften. Er verweist auf fünf Gefahrensituationen des Selbst, in denen masochistische Regulierungsmaßnahmen zu Bemühungen um subjektives Überleben werden.

Die Arbeit von Freud »Das ökonomische Problem des Masochismus« (1923), in der er die Dreiteilung von erogenem, femininem und moralischem Masochismus einführt, zeigt darüber hinaus, wie stark klinische Pathologie und kulturelle Normalität ineinandergreifen. Beim Vergleich von moralischem Masochismus und Moral ist ersterer Ausdruck einer lebensbedrohlichen Regression und Triebvermischung des Ichs, letztere dessen kulturelle Überwindung durch Überich-Bildung, Triebentmischung und Außenwendung der Destruktion.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.