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Plänkers, T. (1988). Anfänge der Individuation. Ein Tagungsbericht. Psyche – Z Psychoanal., 42(10):896-903.

(1988). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 42(10):896-903

Mitteilung

Anfänge der Individuation. Ein Tagungsbericht

Tomas Plänkers

In Paris sitzt Prometheus in einem Café auf dem Boulevard, der von der Madeleine zur Oper führt und beobachtet den großen Strom der vorbeilaufenden Menschen. Er fragt den Kellner, weshalb die Leute vorbeiliefen, und bekommt zur Antwort, da die Leute jeden Tag immer wieder kämen, hätten sie wohl nicht das gefunden, was sie suchten. Was sie denn suchen würden, fragt Prometheus. Nicht das Glück, meint der Kellner, denn sonst würden sie bleiben; da sie aber immer wieder vorbeiliefen, suchten sie wohl ihre Persönlichkeit.

Mit Bezug auf diese Episode aus einer Erzählung von André Gide (1899) spielte J. Stork in seinem Einleitungsreferat auf einen Mythos an, der Prometheus zu einer Symbolfigur der Individuation werden läßt: In diesem Mythos, der die Anfänge der Menschheit beleuchtet, verläßt Prometheus die Heimstatt der Götter, bricht ihre Gesetze, indem er den Menschen das Feuer bringt, und wird später entfesselt, nachdem er zur Strafe von Zeus an den Kaukasus gekettet worden war. Prometheus-auch Schöpfer des Menschen genannt-brachte den Menschen das ihnen Fehlende, das Abwesende und wurde damit zugleich schuldig. Die Aspekte von Trennung, Mangel, Trieb und Schuld finden sich wieder im Begriff der Individuation: einer der zentralen Begriffe abendländischer Kultur und ein-so J. Stork-vernachlässigter Begriff in der Psychoanalyse, die in ihrer Ausrichtung auf die regressiven Kräfte des Seelenlebens einer »déformation professionelle« zu erliegen drohe.

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