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Reiff, H. (1989). Desirat, Karin: Die transsexuelle Frau. Beiträge zur Sexualforschung, Band 60. Stuttgart (Enke) 1985. Kt., 139 Seiten, 44 DM.Green, Richard: The »Sissy Boy Syndrome« and the Development of Homosexuality. New Haven, London (Yale University Press) 1987. Geb., 434 Seiten, 40$.. Psyche – Z Psychoanal., 43(5):477-479.

(1989). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 43(5):477-479

Desirat, Karin: Die transsexuelle Frau. Beiträge zur Sexualforschung, Band 60. Stuttgart (Enke) 1985. Kt., 139 Seiten, 44 DM.Green, Richard: The »Sissy Boy Syndrome« and the Development of Homosexuality. New Haven, London (Yale University Press) 1987. Geb., 434 Seiten, 40$.

Review by:
Helmut Reiff

Durch das Transsexuellengesetz von 1981 wurde in Deutschland das Verfahren zur Änderung des Vornamens (sogenannte kleine Lösung) wie der rechtlichen Geschlechtszugehörigkeit (sogenannte große Lösung) geregelt. Psychotherapeuten sind daran sowohl als Gutachter wie als Behandler beteiligt.

Die erste Euphorie über die Erfolge der stark propagierten medikamentösen und chirurgischen Maßnahmen sind inzwischen verflogen, und so ist eine Standortbestimmung angebracht. Zwar will Desirat in ihrer Arbeit sich speziell mit dem Problem der weiblichen Transsexualität auseinandersetzen, ihre Arbeit berührt aber kaum weniger die männliche Transsexualität. Die Autorin referiert eingangs die Literatur zur Entwicklung der Geschlechtsidentität und wendet sich dabei gegen die biologischen Annahmen einer pränatalen psychosexuellen Prägung. Entscheidend sei vielmehr das (vorwiegend unbewußte) geschlechtsspezifische Elternverhalten: Jungen werden anders erzogen als Mädchen.

Den Einwand einer nicht nachweisbaren geschlechtsuntypischen Erziehung der später transsexuellen Personen pariert sie mit dem Argument, daß die Wünsche der Eltern nach einem Kind des anderen Geschlechts eben vorwiegend unbewußt seien. Mir erscheint indes die Parteinahme für die entscheidende Rolle der Erziehung etwas voreilig. So zitiert sie einen berühmten Fall monozygoter Zwillinge (Money, 1972), von denen der eine durch einen tragischen Unfall bei der Zirkumzision mit 7 Monaten penektomiert wurde und man sich mit 17 Monaten entschloß, ihn als Mädchen aufzuziehen. Laut Money verlief die Entwicklung zur Frau völlig unproblematisch. In Greens Buch lesen wir aber zum selben Thema, daß spätere Nachuntersucher in dieser Hinsicht durchaus skeptisch waren (»she does display certain features which make me suspicious that she will ever make the adjustment as a woman« [Diamond, 1982, zitiert nach Green]).

Schwerpunkt des Buches ist eine vorwiegend psychoanalytische Untersuchung der Transsexualität. Im Anschluß an die kognitiv orientierten Untersuchungen Kohlbergs zur psychosexuellen Entwicklung referiert die Autorin M.

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