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Sass, L.A. (1992). Das Selbst und seine Schicksale. Eine »archäologische« Untersuchung der psychoanalytischen Avantgarde (II). Psyche – Z Psychoanal., 46(7):626-641.

(1992). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 46(7):626-641

Das Selbst und seine Schicksale. Eine »archäologische« Untersuchung der psychoanalytischen Avantgarde (II)

Louis A. Sass

Translated by:
Elisabeth Vorspohl und Horst Brühmann

Hillmans »Psychologie der Archetypen«

Hillman leitet sein wichtigstes Buch Re-Visioning Psychology mit einer scharfen Kritik an der für die moderne Weltanschauung charakteristischen Trennung von Subjektivität und Materie ein. Sie ist eine Ursache für die Affinität, die Hillman zwischen seiner eigenen Arbeit und dem Werk von gegenaufklärerischen, romantischen und nachromantischen Denkern wie Vico, Schelling, Coleridge und Dilthey wahrnimmt – die den aufklärerischen Rationalismus und Dualismus ebenfalls ausnahmslos ablehnten. Es wäre jedoch falsch, Hillman für einen Expressivisten zu halten; sein Standpunkt deckt sich in Wahrheit stärker mit jener Weltsicht, die der im siebzehnten Jahrhundert einsetzenden wissenschaftlichen Revolution vorausging. So stellt Hillman sich ausdrücklich in eine Reihe mit den Denkern der Antike, des Mittelalters und der frühen Renaissance – z.B. Platon, Plotin und Ficino. Seine Psychologie ist ein Appell, den Renaissancemenschen, der noch immer, nämlich in unseren Träumen, in uns lebendig ist, wieder zutage treten zu lassen. Wie er selbst sagt, ist seine »Psychologie der Archetypen« kein Humanismus (Hillmann, 1975, S. XI, 29f., 171-173, 224); seine Auffassung steht den Ansichten Schafers und Kohuts, jenen Verfechtern eines ganzheitlichen, selbstbestimmten Subjekts, die die Quelle der Bedeutung im Innern des Menschen suchen, diametral entgegen.

Hillmans Auffassung zufolge liegt das wahre Fundament menschlicher Selbstverwirklichung weder im Selbstausdruck noch in der Autonomie, sondern in dem unterdrückten, doch allgegenwärtigen, nach außen gerichteten Verlangen nach einem Ensemble verschiedenartiger Personifikationen, die empfunden werden, als existierten sie außerhalb des Menschen.

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