Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To share an article on social media…

PEP-Web Tip of the Day

If you find an article or content on PEP-Web interesting, you can share it with others using the Social Media Button at the bottom of every page.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Bell, K. (1992). Rohde-Dachser, Christa: Expedition in den dunklen Kontinent. Weiblichkeit im Diskurs der Psychoanalyse. Berlin/Heidelberg/New York (Springer) 1991. 340 Seiten, 38 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 46(7):680-684.

(1992). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 46(7):680-684

Rohde-Dachser, Christa: Expedition in den dunklen Kontinent. Weiblichkeit im Diskurs der Psychoanalyse. Berlin/Heidelberg/New York (Springer) 1991. 340 Seiten, 38 DM.

Review by:
Karin Bell

Susan Griffins poetische »Reise durch das Labyrinth zu der Höhle, wo sie ihre Vision hat« ist neben Nancy Chodorows Das Erbe der Mütter und Luce Irigarays Das Geschlecht, das nicht eins ist, eines der Bilder weiblicher Diskurse, mit denen die Autorin ihre Expedition in den dunklen Kontinent – fast – beendet. Im letzten Kapitel steht Ödipus erneut vor der Sphinx, und der männliche »Rätselheld« antwortet auf die Frage der Sphinx: »Der Mensch, Mann und Frau«, oder auch »Ich und Du« (S. 279). Diese Antwort eines Mannes könnte der Beginn eines neuen Zugangs zum Geschlechterverhältnis im psychoanalytischen Diskurs sein, eines Zugangs, dem die Reflexion der Geschlechterfrage unter gleichberechtigten Bedingungen eine selbstverständliche Forderung ist. Der Frau und Psychoanalytikerin fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, ihre Subjektwerdung gegen die überkommenen Weiblichkeitsbestimmungen zu suchen und die Beschädigungen, die eine lange Patriarchatsgeschichte im Unbewußten von Frauen hinterlassen hat, aufzuspüren. Das bedeutet den mit Schmerzen und Ängsten verbundenen Abschied von der »töchterlichen Existenz« (S. 280).

Rohde-Dachsers Buch ist eine weit gespannte Auseinandersetzung mit psychoanalytischen Weiblichkeitsentwürfen, eine kritische Bestandsaufnahme und eine Herausforderung für Frauen und Männer, sich erneut auf den Weg zu machen, um die im Patriarchat entstandenen Bilder von Frauen und Männern, die in die Psychoanalyse Eingang gefunden haben, zu überprüfen und zu revidieren.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.