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Platta, H. (1992). Steckenpferdreiter gegen die Psychoanalyse. Abschließende Bemerkungen zu einer Glosse von Walter Bräutigam. Psyche – Z Psychoanal., 46(9):879-883.

(1992). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 46(9):879-883

Kritische Glosse

Steckenpferdreiter gegen die Psychoanalyse. Abschließende Bemerkungen zu einer Glosse von Walter Bräutigam

Holdger Platta

Da bei Differenzen leicht die Differenzierungen verlorengehen, eine Bemerkung vorweg: ich begrüße, daß die Glosse von Bräutigam in der Psyche abgedruckt wurde. Denn gleich dem Heidelberger Professor für Psychosomatik bin ich der Ansicht, daß der Psychoanalyse Weiterentwicklung, stärkere Selbstüberprüfung sowie Befassung mit den Resultaten aus Nachbardisziplinen guttäten. Ergo: alles, was strenger empirischer Überprüfung zugänglich ist an der Psychoanalyse, sollte sich dieser Überprüfung auch unterziehen: nur Glaubenssysteme haben solche Befragung zu scheuen. Das bedeutet mit anderen Worten: Mich zum Parteigänger der Hermeneutik zu machen, ohne jegliche Einschränkung, verkennt meine Position; das ist so sinnvoll, wie einem evangelischen Pastor das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma vorhalten zu wollen. Freilich (und darin unterscheide ich mich womöglich von Bräutigam), ich meine, daß die Seele kein Ding ist, das man unters Mikroskop schieben kann wie ein Ding, das keine Seele besitzt. Diesen grundlegenden Sachverhalt hinsichtlich empirischer Überprüfung übersehen zu wollen, hieße, grundlegende Fakten der Empirie selbst zu leugnen. Schon Margarete Mitscherlich-Nielsen hat das - Zimmer zufolge (1986, S. 82) - festgestellt; und auch ich habe zum Schluß meiner Rezension des Zimmer-Buchs darauf hingewiesen. Kurzum: ich zähle nicht zu denjenigen, die die Psychoanalyse zur »hermeneutischen Verschlußsache« (Bräutigam, 1990, S. 761) gemacht sehen wollen. Aber: ich sehe auch die Grenzen positivistischer Verifizierbarkeit. So kann man es nachlesen in meinen Publikationen seit 1979, so steht es auch in meiner Zimmer-Kritik. Warum mein geschätzter Kontrahent Bräutigam das übersehen hat, ist mir unklar.

Unklar geblieben ist mir aber auch anderes noch.

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