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Schneider, P. (1999). Gesetz, Deutung, Ăśbertragung und Institution. Psyche – Z Psychoanal., 53(1):52-65.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(1):52-65

Gesetz, Deutung, Übertragung und Institution

Peter Schneider

Das Gesetz ist nicht vorgängig, sondern füllt nachträglich die Leerstelle, die der Urmord hinterlassen hat. Das Gesetz ist nicht das Gesetz des Vaters, sondern nachträglich der Effekt der ambivalenten Einstellung der Brüder zum Vater. Das Gesetz existiert nur als Interpretiertes und entsteht im Akt des Interpretierens. Insofern ist das der Kastration zugrundeliegende Gesetz nicht Manifestation einer konkreten Kastrationsdrohung, sondern Resultat der Interpretation des Geschlechtsunterschieds. Übertragungen sind Nachbearbeitungen eines supponierten Originals, das jedoch niemals jenseits der Interpretation sowohl des übertragenden Subjekts als auch des die Übertragung deutenden Analytikers zu haben ist. Das Gesetz der Abstinenz des Analytikers steht für den Verzicht, Deutung, Gesetz und Gesetzgeber zusammenfallen zu lassen.

»[…] man muß ein schlechter Kerl werden, sich hinaussetzen, preisgeben, verraten, sich benehmen wie ein Künstler, der für das Haushaltungsgeld der Frau Farben kauft oder mit den Möbeln für das Modell einheizt. Ohne ein solches Stück Verbrechertum gibt es keine richtige Leistung.«

(S. Freud an O. Pfister, 5. 6. 1919)

»[…] es bringt keinen Schaden, wenn wir uns einmal geirrt und dem Patienten eine unrichtige Konstruktion als die wahrscheinliche historische Wahrheit vorgetragen haben.«

(S. Freud, Konstruktionen in der Analyse; Hervorh. von mir)

»Jerusalem ist zerstört, und Marthchen und ich leben und sind glücklich. Und die Geschichtsforscher sagen, wenn Jerusalem nicht zerstört worden wäre, wären wir Juden untergegangen wie so viele Völker vor uns und nach uns. Erst nach dem Zerfall des sichtbaren Tempels sei der unsichtbare Bau des Judentums möglich geworden.«

(S. Freud, Brautbriefe, 23. 7. 1882)

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