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Zeul, M. (1999). Maria Torok 1925-1998. Psyche – Z Psychoanal., 53(3):215-219.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(3):215-219

Maria Torok 1925-1998

Mechthild Zeul

Maria Toroks Werk ist von höchster Aktualität. Die psychoanalytische Arbeit mit der Zweiten Generation der Opfer des Holocausts konfrontiert uns immer wieder mit schwersten Traumatisierungen, die eng verknüpft sind mit der verleugneten Vergangenheit der Elterngeneration, auf der in vielen Fällen nicht selten aus Überlebensschuld und Schamgefühlen der Schleier eines Geheimnisses liegt. Bemerkenswert allerdings ist, daß Ende der siebziger Jahre, ungefähr im gleichen Zeitraum, in dem Abraham und Torok ihre Traumatheorie vorlegen, in einschlägigen deutschen Veröffentlichungen zur Extremtraumatisierung ihre Beiträge keine Erwähnung finden (vgl. Grubrich-Simitis, 1979 und 1984). In neuesten Publikationen (vgl. insbes. Bohleber, 1997) zur Traumatisierung der Zweiten Generation unter Einbeziehung der Kinder der Nazitäter, deren Traumatisierungen sich jedoch im Hinblick auf das Ausmaß der Tiefe der Störung und ihre psychoanalytische Beeinflußbarkeit nicht mit der Zweiten Generation der Opfer vergleichen lassen, finden zentrale Traumakonzepte von Torok und Abraham, die »endokryptische Identifikation« (1975) und das »Phantom« (Abraham, 1978), zwar Erwähnung, werden aber in ihrer Bedeutung für eine Traumatheorie nicht vertieft.

Es ist ein besonderes Verdienst von Abraham (1978) und Abraham u. Torok (1975), die primitiven unbewußten Identifizierungsprozesse benannt zu haben, die die Kinder der Opfer zu Trägern der »Phantome« machen, die im Seelenleben der Ersten Generation »begraben«, vom Geheimnis des Verschweigens umhüllt sind und um die nicht getrauert werden konnte.

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