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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Good, M.I. (1999). Karl Abraham, Sigmund Freud und das Schicksal der Verführungstheorie. Psyche – Z Psychoanal., 53(4):343-372.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(4):343-372

Karl Abraham, Sigmund Freud und das Schicksal der Verführungstheorie

Michael I. Good, M.D.

Translated by:
Aus dem Amerikanischen von Irmgard Hölscher

Seit Freuds Umschwung zur Triebtheorie war die Verführungstheorie lange Zeit mehr oder weniger vergessen. Der Autor ruft in Erinnerung, daß in der Frühzeit der Psychoanalyse neben Ferenczi auch Abraham sich mit dem Problem infantiler sexueller Traumatisierung auseinandergesetzt hat. In zwei Aufsätzen aus dem Jahr 1907 problematisiert Abraham — Freuds rocher de bronze — die sexuelle Verführung in der Kindheit und entwickelt das Konzept der traumatophilen Diathese. Angesichts der massiven Kritik Freuds an der von ihm selbst zuvor aufgegebenen Verführungstheorie gab Abraham die Weiterarbeit an dem Thema bereitwillig auf — aus Übertragungsgründen, wie der Autor plausibel darlegt. Anschließend führt Good den Nachweis, daß Abrahams versteckter Groll über die unausgetragene Differenz zwischen ihm und Freud sich auf einen Nebenschauplatz verschob: Noch während er mit Freud über die Erstellung des Films Geheimnisse der Seele stritt, starb Abraham. Der Autor erinnert an Ferenczi, dessen Tod die Kontroverse, die er mit Freud über den Stellenwert der Verführungstheorie führte, ebenso abrupt beendete. In seiner abschließenden Diskussion stellt der Autor Überlegungen an, ob der tragische Tod von Abraham und Ferenczi nach einer Auseinandersetzung mit Freud dazu beigetragen haben könnte, daß die Verführungstheorie ein halbes Jahrhundert mit einem Tabu belegt war und erst in den achtziger Jahren wieder aufgenommen werden konnte.

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