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Zaretsky, E. (1999). Freuds Rufmörder im Zeitalter der Entidealisierung. Psyche – Z Psychoanal., 53(4):373-391.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(4):373-391

Kritische Glosse

Freuds Rufmörder im Zeitalter der Entidealisierung

Eli Zaretsky, M.D.

Translated by:
Aus dem Amerikanischen von Irmgard Hölscher

Als Freud 1939 im Exil starb, war er bereits zur Legende geworden. In den fünfziger Jahren faszinierte er viele Menschen fast ebenso wie die Geistesgrößen — Dostojewski, Moses, Leonardo —, über die er geschrieben hatte. Kritiker und Dissidenten, die es selbstverständlich auch gab, blieben in der Minderheit. In den siebziger und achtziger Jahren dagegen entstanden fundierte Arbeiten, die an Freuds hohem Ansehen rüttelten. Henri F. Ellenberger stellte in Die Entdeckung des Unbewußten (1971) Freuds Denken in den Kontext der dynamischen Psychiatrie des 19. Jahrhunderts und warf damit Zweifel an dessen Originalität auf; Frank Sulloway tat dasselbe in seinem Buch Freud, Biologe der Seele (1979) auf dem Gebiet der Biologie des 19. Jahrhunderts, und Adolf Grünbaum wies in Die Grundlagen der Psychoanalyse (1984) Freuds Anspruch auf Wissenschaftlichkeit aus philosophischen Gründen ab. Bei aller Kritik zeigten die Bücher jedoch auch Achtung und Sachkenntnis im Umgang mit Freuds Denken. Das unterscheidet sie von der späteren Flut antifreudianischer Veröffentlichungen, vor allem den Artikeln von Frederick Crews (1993, 1994) in der New York Review of Books. Crews' Kritik hatte eine bis dahin ungekannte direkte und drastische Wirkung, was zum Teil in ihrem beispiellos geringschätzigen und verächtlichen Ton begründet ist. In einem Kommentar wurden diese Artikel als »ikonoklastische Reaktion(en) gegen (Freuds) Ikonenstatus« bezeichnet (Goodheart, 1995).

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