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Knott, H. (1999). Goldschmidt, Georges-Arthur: Als Freud das Meer sah. Freud und die deutsche Sprache. Aus dem Französischen von Brigitte Große. Zürich (Ammann Verlag) 1999, 192 Seiten. 38 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 53(7):682-683.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(7):682-683

Buchbesprechungen

Goldschmidt, Georges-Arthur: Als Freud das Meer sah. Freud und die deutsche Sprache. Aus dem Französischen von Brigitte Große. Zürich (Ammann Verlag) 1999, 192 Seiten. 38 DM.

Review by:
Heribert Knott

Soll man dieses Buch poetisch nennen, philosophisch, sprachwissenschaftlich oder psychoanalytisch? Es entstand aus einem Vergleichsspiel der beiden Sprachen Französisch und Deutsch, als einige französische Psychoanalytiker sich um eine neue Übersetzung eines Freud-Textes ins Französische bemühten.

11 Jahre nach seiner Veröffentlichung liegt Quand Freud voit la mer — Freud et la langue allemande nun in deutscher Übersetzung vor. Ein reiches Buch, in dem Georges-Arthur Goldschmidt trotz der Unendlichkeit seines Sujets — wie das Meer sind die Sprachen weit und grenzenlos, Überall ist das Wasser anders und doch immer gleich — immer präziser sich dem Unübersetzbaren und Unsagbaren nähert.

Freud hat die Sprache zu ihrem eigentlichen Ausgangspol, dem jeweils Sprechenden, zurückgeführt, so daß sich jeder fragen kann: »Was passiert mit mir, wenn ich rede?« Wo eine Sprache nicht Übersetzbar ist, entsteht ein Zwischenraum. Dieser Zwischenraum enthält vielleicht mehr noch als der verstehbare Wortlaut den Sinn. Je weniger sich ein Satz Übersetzen läßt, desto mehr drängt er zum Übersetzt-werden, so als ob gerade die Sprache am deutlichsten zu hören wäre, wo sie eben schweigen muß. Letztlich versucht jede Sprache auf ihre Weise, die »Grundsprache« zu erfassen. Die verschiedenen Sprachen — hier das Französische und das Deutsche — versuchen dies auf teilweise ähnliche, teilweise unterschiedliche Weise.

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