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Buchholz, M.B. (1999). Overbeck, Gerd: Der Koryphäenkiller. Ein psychoanalytischer Roman. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1997. 298 Seiten, 22,80 DM.. Psyche РZ Psychoanal., 53(7):685-689.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(7):685-689

Overbeck, Gerd: Der Koryphäenkiller. Ein psychoanalytischer Roman. Frankfurt/M. (Suhrkamp) 1997. 298 Seiten, 22,80 DM.

Review by:
Michael B. Buchholz

Den ersten psychoanalytischen Roman schrieb Georg Groddeck als Der Seelensucher und andere, etwa Yaloms Und Nietzsche weinte, folgten. Aber unschwer könnte man all die vielen psychoanalytischen Fallgeschichten selbst als eigene Literaturgattung auffassen. Man könnte sich auf Freuds berühmtes Diktum berufen, daß seine Fallgeschichten wie Novellen zu lesen seien, und dann wäre Overbecks Roman sogar nur einer unter vielen: zwischen science und fiction, Lüge und Wahrheit, changierend zwischen bösartig-hellsichtigem Witz und sarkastischem Ernst, jenseits von Übertragung und Realität und zutiefst in beide verstrickt. Norbert Bischof, der Schüler von Konrad Lorenz, hat einmal Über diesen berichtet, seine Geschichten seien oft Übertrieben, oft entsprächen sie Überhaupt nicht den Tatsachen, und gerade darin seien sie wahr — das kann man für die von Overbeck wiederbelebte Gattung des psychoanalytischen Romans gewiß auch behaupten. Auf der Rückseite des Buches wird Adorno zitiert mit dem Satz, an der Psychoanalyse sei nichts wahr als ihre Übertreibungen.

Overbeck stellt sich in eine Tradition, die mit Metaphern und eindeutigen Vieldeutigkeiten, Versprechern und Witzen, Anspielungen und Wörtlichnehmen literarisch Psychoanalyse darstellt, und er erweitert diese Tradition, indem er nicht auf das Unbewußte des Patienten K. im Sinne einer »Einpersonenpsychologie«, sondern auf die »Zweipersonenpsychologie« der beiden Protagonisten abzielt.

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