Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: You can request more content in your language…

PEP-Web Tip of the Day

Would you like more of PEP’s content in your own language? We encourage you to talk with your country’s Psychoanalytic Journals and tell them about PEP Web.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Will, H. (1999). Martynkewicz, Wolfgang: Georg Groddeck. Eine Biographie. Frankfurt/M. (Fischer) 1997. 383 Seiten, 24,90 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 53(7):697-699.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(7):697-699

Martynkewicz, Wolfgang: Georg Groddeck. Eine Biographie. Frankfurt/M. (Fischer) 1997. 383 Seiten, 24,90 DM.

Review by:
Herbert Will

Es ist ein Buch entzauberter Liebe geworden, das Martynkewicz Über den genialischen Groddeck geschrieben hat. Sein Neuigkeitswert liegt darin, daß der Autor erstmals freien Zugang zu dem gesamten Nachlaß Groddecks hatte, daß er sorgfältig und intensiv recherchiert hat und Über eine Fülle neuer biographischer Einsichten und Zusammenhänge berichten kann. So ist eine empfehlenswerte Biographie entstanden, die jedoch manch ärgerliche Aspekte hat.

Doch zunächst zum Guten. Bisher hat sich noch niemand in dieser Ausführlichkeit mit den Hintergründen von Groddecks Leben beschäftigt. Martynkewiczs Beschreibungen beispielsweise der beiden Großväter Groddecks, der väterlichen Unternehmungen in Bad Kösen oder der Schulzeit im Internat Schulpforta sind plastisch, lesen sich hervorragend und lassen vieles an Groddecks Entwicklung besser verstehen. Auf hohem Niveau zeichnet Martynkewicz zudem die kulturgeschichtlichen Traditionen nach, in deren Zusammenhang Groddeck sich zu einem sendungsbewußten Antimodernisten und charismatischen Arzt entwickelt hat.

Manch diffizile Fragen kann der Autor durch neue Funde genauer klären, beispielsweise die Genese von Groddecks Begriff des Es, um den im Anschluß an Nitzschkes Psyche-Artikel von 1983 heftige Diskussionen entstanden waren. Martynkewicz hat die direkte Quelle für Groddecks Es gefunden in einem Aufsatz von Wilhelm Bölsche im Kunstwart Über »Die Auferstehung des Religiösen durch die Kunst« (1904). Bölsche spricht wie später Groddeck vom Es als dem schaffenden Weltprinzip, zieht ebenfalls die Verbindung zu Goethes »Gott-Natur« und sieht im Es die vermeintlichen Gegensätze von Seelenleben und Körperwelt aufgehoben.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.