Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To save a shortcut to an article to your desktop…

PEP-Web Tip of the Day

The way you save a shortcut to an article on your desktop depends on what internet browser (and device) you are using.

  • Safari
  • Chrome
  • Internet Explorer
  • Opera

 

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Bohleber, W. (1999). Editorial. Psyche – Z Psychoanal., 53(9-10):815-819.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(9-10):815-819

Editorial

Werner Bohleber

Das Verständnis der Übertragungsphänomene bildet für die Psychoanalyse das Kernstück ihres therapeutischen Verfahrens. Aber diese Phänomene sind nicht auf die therapeutische Beziehung beschränkt: der Begriff der Übertragung dient mittlerweile vielfach zum Verständnis menschlicher Beziehungen und sozialer Realität ganz allgemein.

Betrachtete Freud die Übertragung anfangs als etwas, das als Widerstand gegen das Erinnern auftreten konnte, so erkannte er bald ihre Bedeutung als therapeutisches Agens. In ihr werden Wünsche und Gefühle wieder lebendig, die einer Person der Vergangenheit galten, aber aufgrund einer »falschen Verknüpfung« auf den Analytiker übertragen werden. Es sind »Neuauflagen« von Regungen und Phantasien, aber auch »Neubearbeitungen«, die sich an einer realen Besonderheit des Analytikers festmachen. Freud war überzeugt, daß die Übertragung eine Wiederholung der Vergangenheit, eine Wiederbelebung von früheren Wünschen und Ängsten ist, die die Fähigkeit des Patienten, die wahre Natur der gegenwärtigen Realität wahrzunehmen, verzerren. Dem entsprach die Position eines Analytikers als reiner Spiegel, auf dem sich die unbewußten, in der Übertragung manifestierenden Wünsche des Patienten abbilden. Der Analytiker war Beobachter und Deuter, seine Persönlichkeit nicht weiter von Belang.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.