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Ermann, M. (1999). Mit dem Pluralismus ins Chaos?. Psyche – Z Psychoanal., 53(9-10):873-877.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(9-10):873-877

Kommentare zu Helmut Thomä

Mit dem Pluralismus ins Chaos? Related Papers

Michael Ermann

Am Übergang der Psychoanalyse in das zweite Jahrhundert ihrer Existenz wird immer wieder ihre Krise beschworen. Sie sei eine Krise der Theorie, ablesbar an einer ausufernden Pluralität, die es schwer mache, überhaupt noch einen gemeinsamen Grund zu erkennen. Selbst basale Konzepte, die Freud für unverzichtbare Bestimmungsstücke seiner Methode hielt, nämlich Übertragung und Widerstand, gerieten ins Wanken. Am Ende bleibe kaum mehr als ein in sich widersprüchliches Konglomerat von theoretischen Annahmen und eine eklektizistische Praxis. Sie lasse sich mit Wallerstein nur mühsam auf die einigende Formel bringen, das verbindende Bestimmungsstück sei die Theorie der basalen klinischen Phänomene. Sie sei der gemeinsame Grund, der die Psychoanalytiker im Pluralismus verbinde.

Wenn ich Thomä richtig verstehe, teilt er diese Ansicht. Auch er sieht die Psychoanalyse in einer fundamentalen Theoriekrise. Auch ihn beschleicht Unbehagen, ja: Sorge um diese Psychoanalyse. In seiner tiefgründigen Bestandsaufnahme versucht er, bezogen auf die Themen Übertragung und Gegenübertragung, gleichsam Weizen von Spreu zu trennen. Er will, stellvertretend vielleicht für das Gesamt, retten, was ihm daran wichtig ist. Zum Beispiel in Hinblick auf die Übertragung: ihre Bifokalität, die Gegenwartsbezogenheit ihrer Genese, ihre Relativität im Gesamt der analytischen Begegnung, den Beitrag des Analytikers zu ihrer Entfaltung und die Bedeutung des Beziehungskontextes - Thomä würde wohl sagen: des Begegnungskontextes - als Wirkfaktor bei Übertragungsdeutungen.

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